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Neusser Talente dominieren Ringer-DM

Lokalsport: Neusser Talente dominieren Ringer-DM
FOTO: Horst Faller
Neuss. Bei den in Hückelhoven ausgetragenen Deutschen Meisterschaften der B-Jugend im griechisch-römischen Stil holt der Nachwuchs des KSK Konkordia Neuss fünf Titel. Aaron Bellscheidt wird als erfolgreichster Teilnehmer ausgezeichnet. Von Dirk Sitterle

Wer sich in dieser Woche mit Hermann J. Kahlenberg treffen will, muss hoch hinaus. Denn seit den Deutschen Meisterschaften der B-Jugend-Ringer im griechisch-römischen Stil schwebt der Ehrenvorsitzende des KSK Konkordia Neuss auf Wolke sieben. In Hückelhoven holten fünf in der Nordstadt ausgebildete Talente den Titel - und bestätigten damit im Grunde genommen nur den überglücklichen HJK: "Ich hab' ja nicht umsonst schon vor Jahren gesagt, da wächst eine goldene Generation heran. Da sind ganz sicher zukünftige Olympia-Teilnehmer dabei."

Sieg für Neuss: Im Finale der Gewichtsklasse bis 38 Kilogramm schlägt Albert Nakaev (l.) den Wittener Noah Englich. Bundestrainer Maik Bullmann (l.) mit den Deutschen Meistern: (v.v.l.) Aaron Bellscheidt, Albert Nakaev. (Mitte v.l.) Nikita Lejkin, Iwan Tagner. (ganz hinten) Ibrahim Deziev. FOTO: Horst Faller

Der KSK Konkordia stellte acht der zwölf im "Team NRW" zusammengefassten Ringer und war damit hauptverantwortlich für den Sieg in der Mannschaftswertung vor Südbaden und Württemberg. Ein Auftritt, der natürlich auch an höherer Stelle nicht unbemerkt geblieben sei, stellte Kahlenberg zufrieden fest: "Bundestrainer Maik Bullmann war begeistert von den Neusser Ringern und lobte vor allem Trainer Oleg Dubov für seine gute Arbeit." Aaron Bellscheidt, der in der Gewichtsklasse bis 42 Kilogramm auf seinem Triumphzug zur Titelverteidigung sieben Siege aneinanderreihte, wurde gar zum erfolgreichsten Teilnehmer des Turniers gekürt. Selbst im Finale war er eine Klasse für sich und fertigte Henrik Roos (SV Ebersbach) mit 16:0 ab.

Iwan Tagner (46 kg) begeisterte bei seinen fünf Siegen mit spektakulären Angriffsaktionen, ans Limit zu gehen hatte er nur beim 3:1 im Titelkampf über Julian Götz (KSV Tennenbronn). Albert Nakaev (38 kg) setzte sich nach vier vorangegangenen Erfolgen im Finale auch gegen Noah Englich (KSV Witten), Sohn des einstmals ebenfalls in Neuss tätigen Olympia-Zweiten Mirko Englich, mit 4:1 durch. Er hatte schon im Vorjahr Rang eins belegt.

In seinen fünf Duellen bis zum DM-Titel gab Ibrahim Deziev (50 kg) keinen Punkt ab und bestätigte damit seinen dritten Rang aus dem vergangenen Jahr. Selbst für Kahlenberg total überraschend war der Titelgewinn von Nikita Lejkin in der Klasse bis 63 Kilogramm. Im mit 9:6 gewonnenen Kampf um Gold gegen Paul Wahl (SV Fellbach) vermochte ihn selbst ein zwischenzeitlicher Rückstand nicht zu stoppen. Vier Siege standen schließlich auf seinem Konto. Kahlenberg wollte indes unbedingt festgehalten wissen, "dass nicht nur die fünf Meister ein hohes Niveau gezeigt haben."

So schaffte es Devin Schäfer (50 kg) mit fünf Siegen und einer knappen 2:3-Niederlage gegen den Vizemeister als Dritter aufs Podest. Einfach die nötige Portion Glück fehlte Adam Bachor (54 kg): Der Neusser lag gegen den späteren Deutschen Meister Eric Hofmann (RSK Gelenau) bereits komfortabel mit 9:0 vorne, leistete sich dann aber eine Unachtsamkeit und unterlag auf Schulter. Zwei weitere Siege bescherten ihm am Ende den vierten Platz. Trotz größter Nervosität beim Debüt auf Bundesebene lieferte Timo Schaffrinna (34 kg) mit Rang sechs ein ordentliches Turnier ab. Seine stärkste Leistung zeigte er bei der 10:12-Niederlage gegen Luan Lauer (RSV Schuttertal), der kurz darauf den Titel mit in den Schwarzwald nahm.

"Das souveräne Auftreten unserer Ringer ist Ausdruck des hohen Leistungsstands", zog Hermann J. Kahlenberg mit einem entspannten Lächeln Bilanz.

Quelle: NGZ
 
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