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Lokalsport
Neusser Trainer feiert Doppelsieg

Lokalsport: Neusser Trainer feiert Doppelsieg
Knappe Entscheidung: Im letzten Galoppsprung gewinnt die von Stephen Hellyn gerittene Stute Zubaida (l.) vor Mood Indigo mit Ian Ferguson im Sattel. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Neuss. Axel Kleinkorres belegt bei den Galopp-Rennen in Düsseldorf mit Zubaida Rang eins, Mood Indigo wird Zweiter. Von Klaus Göntzsche

Zu den ganz wichtigsten Eigenschaften für Besitzer von Galopprennpferden zählt die Geduld. Das Glück kommt in diesem Sport oft nur zu dem, der warten kann. Bei den Rennen in Düsseldorf hat die vierjährige Stute Zubaida aus dem traditionsreichen Rennstall Dörrenhaus beim zehnten Start ihr erstes Rennen gewonnen. Mit dem Belgier Stephen Hellyn war sie im buchstäblich letzten Galoppsprung mit einem Kopf-Vorsprung im Ziel.

Für ihren Trainer Axel Kleinkorres aus Neuss ergab sich eine ganz besondere Situation, denn auch das Zweitplatzierte Pferd Mood Indigo steht bei ihm im Stall und war auch stärker gewettet als die noch sieglose Zubaida. Zudem saß Stalljockey Ian Ferguson im Sattel des Formpferdes Mood Indigo, doch Zubaida trug aufgrund bislang schwächerer Leistungen 6,5 Kilogramm weniger als Mood Indigo. Ein Kilogramm auf einer Distanz von 2000 Meter macht ungefähr eine Länge im Ziel aus. Das Handicap-System im Galopprennsport ist derart kompliziert, dass selbst viele Experten es nur schwerlich begreifen.

Vergleichbar ist es ein wenig mit dem Golfsport und neuerdings wird es auch wieder in der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft angewendet in Form von Wolfram-Ballastblöcken, um die langsamen Autors wieder an die stärkere Konkurrenz heranzuführen. Zu Zeiten von Klaus Ludwig Anfang der 1990er- Jahre war das üblich, der Wagen des Siegers des ersten Laufes wurde beschwert.

Ein Rennen vor dem Erfolg von Zubaida gab es schon einen Neusser Sieg. Allerdings nicht von einem Vierbeiner, sondern durch den 15-jährigen Robin Weber, der mit dem in den Niederlanden trainierten 101-Außenseiter All Percy mit kurzem Kopf gegen den vom ausgebufften Profi Filip Minarik gerittenen Favoriten Spirit Danon gewann.

Seine erfolgreiche Phase setzte Robin Weber am Tag darauf auf der Rennbahn Neue Bult in Langenhagen bei Hannover fort. Dort gewann er mit dem favorisierten, bereits elfjährigen Wallach Shaw ein Amateur-Rennen überlegen. Der Sieg blieb in der Familie, denn Shaw wird von seiner Mutter Marion Weber in Neuss trainiert.

Ihr Sohn ist derzeit der angesagteste deutsche Amateur-Reiter, sein ganz beträchtliches Talent haben etliche Besitzer und Trainer längst erkannt. Allerdings setzt das Gewicht von 56 Kilogramm auch Grenzen. Mit neun Siegen liegt Robin Weber an zweiter Stelle der deutschen Bestenliste. Es führt noch Vinzenz Schiergen, der seit seinem schweren Sturz am 4. Juni in Frankfurt pausiert. Er zog sich dabei einen Schädelbasisbruch zu. Sollte er bis zum Saisonende nicht mehr eingreifen, lockt für Robin Weber das Championat.

Quelle: NGZ
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