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Lokalsport
Neustart des Erftlaufes gerät zum Erfolg

Lokalsport: Neustart des Erftlaufes gerät zum Erfolg
923 Teilnehmer gingen bei bestem Laufwetter an den Start beim 45. Neusser Erftlauf der DJK Novesia . Bunt gemischt hier das größte Läuferfeld über die 15 Kilometer kurz nach Startschuss auf der Wolker-Anlage. Über eine Stunde lagen zwischen Sieger Nikki Jihnstone und den letzten Läufern. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Nach zwei mäßigen Jahren lockte die 45. Auflage des Neusser Erftlaufes wieder 923 Läufer an - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Von Sophie Rhine

Die Veranstalter konnten sich am Abend über eine rundum gelungene Veranstaltung freuen: Bei bestem Laufwetter fanden über 900 Läufer ihren Weg auf die Luwig-Wolker-Anlage für einen Start beim 45. Neusser Erftlauf.

Nach den Problemen mit Streckenführung und Zeitmessung in den vergangenen beiden Jahren hatten die Organisatoren der DJK Novesia Neuss sich ein paar Neuerungen überlegt, um wieder mehr Sportler anzulocken - mit Erfolg. "Es hat alles super geklappt, wir hatten um die 80 Helfer im Einsatz rund um das erneuerte Orga-Team", sagte Uwe Bünzel, der Vorsitzende der Novesia. Startnummern mit neuem Design und eigenen kreativen Namen, Schilder für die einzelnen Kilometer auf der Strecke und eine Start-Ampel wurden erstmals verwendet. Auch die Zeitnahme nahm die DJK zum ersten Mal selber vor, zusätzlich stand nach achteinhalb Kilometern eine große Stoppuhr auf der Strecke, die den Läufern ihre Zielzeit vorhersagte. "Es war ein rundum gelungener Neustart", sagte Chef-Organisator Henri Käsbach. "Der Lauf wurde wieder gut angenommen, wir konnten unsere Starterzahlen wieder in die Höhe schrauben und haben durchweg positive Resonanz bekommen."

Trotz der vielen Neuerungen blieb die Strecke durch den Reuschenberger Wald fast unverändert, nur der Start wurde nach erneuter Vermessung angepasst. "Die Strecke war total schön, durchs Grüne und an der Erft vorbei", erzählte Dioni Gorla, die schnellste Frau über 15 Kilometer, begeistert. "Die ersten drei Kilometer war es zwar ziemlich kalt, aber mit der Sonne ging es dann", sagte sie lachend. Nach genau einer Stunde kam sie als erste Frau bei ihrem ersten Erftlauf-Start ins Ziel. "Die Stunde war ein kleines Ziel, als ich ins Stadion gelaufen bin, habe ich die Uhr bei knapp 58 Minuten gesehen und noch mal Gas gegeben", berichtete sie. An den Start gegangen war sie zusammen mit ihrem Freund Nikki Johnstone. Auf der Strecke musste sie ihn dann ziehen lassen, denn in 48:23 Minuten gewann er den Lauf deutlich, fast vier Minuten betrug sein Vorsprung. "In Neuss zu gewinnen ist immer besonders schön, da kennt man so viele Leute", sagte Johnstone. "Die Strecke war wie immer schön und kein bisschen matschig." Für eine besondere Motivation des Sportlehrers sorgten diesmal seine Schüler: "Ich konnte knapp 40 von ihnen von einem Start hier begeistern und die Schulwertung haben wir auch gewonnen, das hat mich gepusht", so Johnstone.

Hinter ihm wurde es spannender: Habtom Tedros von der TG Neuss und Alex Gossmann (SFD Düsseldorf) lieferten sich bis zum Ende ein enges Duell, nur vier Sekunden trennten die beiden. Damit konnte der Düsseldorfer seine Tradition fortsetzen: "Ich habe es noch nie geschafft, hier zu gewinnen, aber unter die Top drei klappt immer", erzählte er. "Leider hat es nicht für Platz zwei gereicht, aber bei dem Wetter hat die Strecke richtig Spaß gemacht."

Auch die Läufe davor waren gut besetzt. Unter den Augen von Bürgermeister Reiner Breuer, Landrat Jürgen Petrauschke und Sportamtsleiter Uwe Talke ging es um zwölf Uhr mit dem Bambinilauf los, in dem Niclas Gritz (U8) der DJK Novesia direkt den ersten Sieg sicherte. Auch über die 1000 Meter hielt er bei den Älteren gut mit und holte sich noch eine Silbermedaille in der M8 ab. Den Lauf der U10 gewann Wanda Schmitt (W8, DJK Novesia) in 3:49 Minuten, bei der U12 siegte Ben Odentahl (ISR, M10, 3:35 Minuten) und bei der Altersklasse U14 lief Darius Merker (DJK Novesia) nach 3:21 Minuten als Erster ins Ziel. Über die fünf Kilometer holte sich ein Debütant den Sieg: Phillip Schulpen vom TSV Meerbusch gewann in einer Zeit von 17:51 Minuten. "Wir sind lange als Dreiergruppe gelaufen, das war genau meine Kragenweite", berichtete er.

Schnellste Frau auf der Novesia-Runde war Angela Minke vom ASC Rosellen: "Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet", freute sie sich über die Platzierung. "Mit meiner einjährigen Tochter komme ich gar nicht so oft zum Training, dafür ist die Zeit spitze." 21:01 Minuten brauchte sie für die Strecke, die sie schon oft gelaufen ist. "Es war perfektes Laufwetter, eine super Stimmung, einfach spitze."

Quelle: NGZ
 
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