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Lokalsport
NEV muss Rückschlag hinnehmen

Neuss. Eishockey: Zwei Tage nach erstem Saisonsieg folgt 0:6-Schlappe gegen Herford.

Die Euphorie hielt nur knapp 48 Stunden lang an. All jene Neusser Eishockey-Fans, die nach dem hohen Sieg über das Regionalliga-Schlusslicht Dinslaken gehofft hatten, gegen den Herforder EV könnte ein Punktgewinn möglich sein, wurden bitter enttäuscht. Die Westfalen wurden ihrer Favoritenrollen mit 6:0 (1:0, 3:0, 2:0) souverän gerecht.

Natürlich war den Neussern bekannt, dass die beiden für Herford stürmenden Kanadier Ross John Reed und Killian Hutt am Freitagabend in Limburg sämtliche sieben Tore zum 7:6-Sieg geschossen hatten. Dementsprechend konzentriert ging der NEV ins Match. Die eingeschlagene Defensiv-Taktik schien zunächst auch aufzugehen. Mehr als eine 1:0-Führung nach 17 Minuten durch Hutt gelang den Westfalen nicht. Neuss spielte recht ordentlich mit, erarbeitete sich sogar ein paar Torchancen, die aber - die bekannte Schwäche - nicht verwertet werden konnten.

Im zweiten Abschnitt verloren die Gastgeber jedoch innerhalb von zweieinhalb Minuten das Match vorzeitig. Kapitän Fabian Staudt (25.), Reed (26.) und Kevin Rempel (27.) erhöhten auf 4:0 für Herford. NEV-Trainer Andrej Fuchs nahm daraufhin eine Auszeit und versuchte in diesen 30 Sekunden, sein konfuses Team zu ordnen. Und das gelang überraschend sogar. Die nächsten 20 Minuten blieb Neuss ohne Gegentreffer und steckte nach dem 0:4 wenigstens nicht sofort auf. Die Gäste ließen die Zügel schleifen und ließen die harmlosen Neusser mitspielen. Richtig ernst machte Herford nur noch einmal Mitte des Schlussdrittels, als Staudt und Hutt innerhalb von 30 Sekunden zwei weitere Treffer nachlegten.

Fazit: Die Partie verlief überaus fair, Herford kassierte nur eine Zwei-Minuten-Strafzeit, Neuss acht Minuten. Negativ: Neuss offenbarte in der Abwehr wie im Angriff deutliche Schwächen. Aber das Betrüblichste: Weniger als 100 Zuschauer wollten das zweite Heimspiel des NEV innerhalb von 48 Stunden sehen. Aussicht auf Besserung: Gering, weil am kommenden Wochenende gegen Hamm und Limburg wieder zwei Heimspiele auf dem Programm stehen.

(K.K.)
 
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