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Lokalsport
NEV schlägt den großen Favoriten

Neuss. Eishockey: Rüwald und Baum treffen zum 4:0-Sieg über die Hammer Eisbären.

Für die Überraschung des Wochenendes in der Eishockey-Regionalliga hat der Neusser EV gesorgt: Er schlug im Heimspiel die Hammer Eisbären, den hoch favorisierten Titelverteidiger, mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0) und deutete damit an, dass in der jungen Neusser Mannschaft vielleicht doch mehr steckt als der derzeitige Tabellenplatz im unteren Drittel aussagt.

NEV-Trainer Daniel Benske, der im Augenblick alleine zurechtkommen muss, weil Cheftrainer Andrej Fuchs mit einer Jugendmannschaft in der russischen Partnerstadt Pskov weilt, hatte seine Mannschaft gut eingestellt und vor allem toll motiviert - ungeachtet dessen, dass die Eisbären in Bestbesetzung aufgelaufen sind.

Nach dem torlosen ersten Drittel zollten die Neusser Fans dem Underdog Beifall, weil er die Westfalen gehindert hatte, sein gefürchtetes Angriffsspiel aufzuziehen. Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild, aber aus einer konzentrierten Abwehr heraus und gestützt auf den prächtig agierenden Ken Passmann im Tor, erarbeiteten sich die Neusser zunehmend gute Chancen. Nicht unverdient gelang den Gastgebern die 1:0-Führung durch Jerome Baum, als der für Hamm spielende Tscheche Michal Spacek auf der Strafbank saß.

Und dann geschah, was eigentlich nur im Eishockey möglich ist: Acht Sekunden später erhöhte Pascal Rüwald auf 2:0 und weitere 20 Sekunden danach sogar auf 3:0 - beide Male angespielt von dem NEV-Kanadier Matthew Schwehr. Die für das Schlussdrittel erwartete Hammer Großoffensive wurde im Keim erstickt, da bereits 46 Sekunden nach Wiederbeginn Jerome Baum eine Überzahlsituation zum 4:0 nutzte, als wiederum Spacek die Strafbank drückte.

Hamms Trainer Ralf Hoja nannte den Neusser Sieg "völlig verdient" und hatte keine Erklärung parat, warum all die Trümpfe der Eisbären nicht gestochen haben - weder die altbekannten Torjäger, noch der junge Tscheche Martin Benes, der zum letzten Hammer Sieg alleine fünf Treffer beigesteuert hat. Oliver Gerst, der sportliche Leiter des NEV, kommentierte fast ein wenig unterkühlt: "Heute hat halt alles zusammen gepasst."

(K. K.)
 
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