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Lokalsport
NEW' Elephants lassen Giants keine Chance

Grevenbroich. Kein Spiel der NEW' Elephants ohne Drama. Der Weg zum Happy End im Derby der Basketball-Regionalliga West gegen die SG ART Giants Düsseldorf war für die Gäste extrem steinig. Vor dem Anpfiff in der von den Grevenbroicher Fans fest in Beschlag genommenen Comeniushalle hatte so gut wie nichts auf den am Ende sogar noch recht deutlichen 84:69-Erfolg (Halbzeit 37:35) der Gäste hingedeutet. Von Dirk Sitterle

Ausgerechnet Iron Man Farid Sadek, den ansonsten selbst Unfälle, bei denen er aus seinem vollkommen zerstörten Auto herausgeschnitten werden muss, nicht von sportlichen Einsätzen abzuhalten vermögen, meldete sich spielunfähig. Beim Schneeschüppen im heimischen Wuppertal hatte sich der eisenharte Aufbauspieler den Rücken böse verspannt. Bis drei Minuten vor dem Anpfiff lag er auf der Pritsche des von den freundlichen Hausherren ausgeliehenen Physiotherapeuten, dann spielte er doch, wenn auch unter Schmerzen.

An ihm lag es jedoch nicht, dass die Elephants vor der Pause unkonzentriert auftraten, zu viele Rebounds zuließen und achtmal den Ball verloren. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel knickte Center Jasper Chiwuzie um und schied mit geschwollenem Sprunggelenk aus. Zudem saß Lukas Kazlauskas, den Trainer Hartmut Oehmen zu Beginn des dritten Abschnitts draußen gelassen hatte, mit dickem Hals auf der Bank. "Er hatte zwischenzeitlich sogar stocksauer die Halle verlassen", verriet der Coach schmunzelnd. Der Litauer wusste seinen Ärger indes in positive Energie umzusetzen: Als er drei Minuten vor Ende des dritten Viertels endlich wieder zurück aufs Feld durfte, übernahm er gemeinsam mit Center Lennard Jördell (16 Punkte/elf Rebounds) das Kommando. "Luke und Lenny haben das Ding in der zweiten Halbzeit schon maßgeblich nach Hause gebracht", fand Oehmen. Aber ihren Anteil an der "super Teamdefense" hätten eigentlich alle Elephants gehabt, sagte er. So rieb sich Femi Oladipo im Duell mit Düsseldorfs von den Grevenbroicher Fans frenetisch gefeiertem Topscorer Dainius Zvinklys förmlich auf. Der bis zur vergangenen Saison in der Schlossstadt tätige Litauer markierte zwar 20 Punkte, benötige dazu aber in 32:42 Minuten auf dem Parkett auch 21 Würfe. Wie das noch besser geht, zeigte Mitch Penner: Der neue US-Profi im Trikot der Elephants legte in gerade mal 22 Minuten mit einer Wurfquote von starken 58,3 Prozent (7/12) ebenfalls satte 20 Zähler auf. "Das ist Effizienz", stellte Oehmen hochzufrieden fest und gab dem Amerikaner, der sich eine Woche zuvor beim Heimsieg über Hagen-Haspe mit 19 Punkten eingeführt hatte, gleich den passenden Kampfnamen: "Er ist Mister Zuverlässig, eine absolute Bank."

Mit einem Sonderlob bedachte er zudem Femi Oladipo, den er schon jetzt für einen der besten Verteidiger der Liga hält. Und mit Blick auf den in der Weihnachtspause von Bord gegangenen Raed Mostafa fügte der Coach hinzu: "Das, was du dir von Raed erhofft hast, liefert Femi." Der Ex-Profi legte außerdem elf Punkte und acht Rebounds auf.

Quelle: NGZ
 
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