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NEW' Elephants machen auf jedem Parkett eine gute Figur

Lokalsport: NEW' Elephants machen auf jedem Parkett eine gute Figur
Steht auf jeder Position seinen Mann: Bastian Becker, partyfestes Eigengewächs der NEW' Elephants aus Grevenbroich. FOTO: Michael Ritters
Grevenbroich. Zwischen den Spielen gegen Kamp-Lintfort und Dorsten ließen es die Grevenbroicher Basketballer in der Nachtresidenz krachen. Von Dirk Sitterle

Wer mit vier Siegen in eine Saison startet, hat sich eine Party verdient. Also schnappte sich Hartmut Oehmen, Trainer und Manager des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants, am Samstagabend nach dem gemeinsamen Essen in der Grevenbroicher Pizzeria "La Stella" die US-Profis Gerrell Martin, Malcolm und Marcus Delpeche sowie Co-Trainer Simon Bennett, um in der Düsseldorfer Discothèque "Nachtresidenz" ordentlich abzufeiern.

Das gelang. Die zuvor beim recht lockeren 93:57-Erfolg über die BG Kamp-Lintfort nicht sonderlich geforderten Basketballer gaben mächtig Gast - vor allem auf der Tanzfläche. "Ich habe Amerikaner noch nie so feiern gesehen", stellte Oehmen lachend fest und fühlte sich einmal mehr in seinem Konzept bestätigt: "So eine Party-Truppe, in der jeder Bock auf den anderen hat, ist genau mein Ding." Arbeitstechnisch verhindert war, sehr zum eigenen Verdruss, Teamkollege Basti Becker, in der Schlossstadt neben Bennett und dem inzwischen wieder im heimischen Euskirchen spielenden Nico Zimmermann die Autorität in Sachen gepflegter Freizeitgestaltung.

Gegen Kamp-Lintfort hatte das Eigengewächs der Elephants einmal mehr seine beeindruckende Vielseitigkeit unter Beweis gestellt: Der 28-Jährige, obwohl nur sehr geschmeidige 1,96 Meter groß, stand auch als Center seinen Mann. "Weil unsere Großen alle auf der Bank saßen, wollte ich einfach mal was ausprobieren", erklärte Oehmen und nannte entspannt die drei Grundpfeiler seiner Basketball-Philosophie: "Teamspirit, individuelle Stärke und Einstellung." Darauf dürfte es auch heute (16 Uhr, Sporthalle an der Juliusstraße) im schweren Match bei der BG Dorsten ankommen. Klar, die Jungs von Coach Besart Kelmendi sind mit vier Niederlagen in die Saison gestartet, bekamen es dabei aber mit den Topteams TV Ibbenbüren (73:83), UBC Münster (65:93), Hertener Löwen (73:82) und ART Giants Düsseldorf (59:79) zu tun. Und jetzt mit den Elephants - viel übler kann es wahrlich nicht kommen, zumal personelle Probleme zusätzlich aufs Gemüt drücken. Darauf hat der ehemalige Zweitligist nun reagiert, in Herten lief der in der vergangenen Spielzeit noch in Grevenbroich beschäftige Litauer Lukas Kazlauskas wieder für Dorsten auf. In 22:34 Minuten auf dem Feld kam er auf acht Punkte. Die Hauptrollen im Team besetzen indes andere: Antoine Hosley etwa. Gemeinsam mit dem schneller als erwartet in die Mannschaft zurückgekehrten Nderim Pelaj nahm der US-Boy in Herten mehr als die Hälfte aller Würfe (34/68) und markierte mit einer Quote von 40 Prozent (8/20, 1/4 Dreier) 22 Punkte. Pelaj legte mit einer beachtlichen Wurfquote von 57,1 Prozent (8/14) 23 Zähler auf.

Im Normalfall sollte das nicht reichen, um die Elephants in Gefahr zu bringen, doch Oehmen mahnt zur Vorsicht: "In Dorsten zu gewinnen, ist nie leicht. Das schaffen wir nur, wenn es uns gelingt, einstellungsmäßig ganz nahe bei 100 Prozent zu sein. Dann sind wir in dieser Liga nur schwer zu schlagen." Dass die Runden vier und fünf als Doppelspieltag ausgetragen werden - bereits der zweite in der noch jungen Saison -, spiele, so Oehmen, eher Mannschaften wie den Elephants in die Karten, "mit Jungs, die nichts anderes tun als Bälle zu werfen."

Quelle: NGZ
 
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