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NEW' Elephants stehen im Pokal-Halbfinale

Lokalsport: NEW' Elephants stehen im Pokal-Halbfinale
Alles im Blick: Regisseur Farid Sadek lieferte im Pokal-Halbfinalspiel gegen den FC Schalke 04 seine bislang beste Leistung im Elephants-Trikot ab. FOTO: Woi
Grevenbroich. Im Duell mit dem Regionalliga-Tabellenführer FC Schalke 04 behalten die Basketballer aus Grevenbroich deutlich mit 94:80 die Oberhand. Von Dirk Sitterle

Nach vor allem von Verletzungssorgen geplagten Monaten erlebt Hartmut Oehmen mit den NEW' Elephants endlich mal wieder die Leichtigkeit des Seins. Vier Tage nach dem wichtigen Sieg in der Regionalliga West über ART Düsseldorf setzte sich der Coach mit seinen Basketballern vor 400 Zuschauern auch im Viertelfinale des WBV-Pokals mit 94:80 (Halbzeit 53:42) gegen Schalke 04 durch und erreichte damit wie schon in den beiden vergangenen Jahren die Runde der besten Vier.

Schalke, immerhin als Tabellenführer im Westen an die Erft gereist, trat bis auf den Engländer Rishi Kakad in Bestbesetzung an. Nur gut 48 Stunden vor dem im Aufstiegskampf möglicherweise vorentscheidenden Topspiel bei der BG Hagen begann Schalkes von 2001 bis 2007 in der Schlossstadt als Trainer tätige "Vorarbeiter" Raphael Wilder mit Chris Alexander, Patrick Carney, Andrius Mikutis, Michael Agyapong und Nino Janoschek. Kollege Oehmen beorderte für Marko Boksic den wesentlich energischeren Simon Bennett in die Startformation. In dem daraus resultierenden offenen Schlagabtausch behielten die Gastgeber zunächst die Oberhand, (32:24/10.). "Es war halt einer dieser Tage, an dem du auch aus dem Geräteraum triffst", stellte Oehmen lachend fest. Der Schlüssel zum klaren Sieg war für ihn allerdings die Dominanz der Elephants am Zonenrand. Den "gefühlten 37 Guards der Schalker" setzte der Coach seine Korbarbeiter Lennard Jördell, Terrence Williams und Nico Zimmermann entgegen. "Zwei von ihnen standen fast ständig auf dem Feld, damit hatten wir über mehr als 37 Minuten Größenvorteile auf einer der beiden großen Positionen." Auf diese Weise setzten sich die Dickhäuter von 33:31 (13.) über 53:42 (20.) und 60:44 (22.) auf 81:61 (32.) ab. Dass Schalke vielleicht nicht zu 100 Prozent bei der Sache war, vermochte Oehmen durchaus nachzuvollziehen: "Sich so kurz vor dem Spiel in Hagen einerseits nicht verletzten zu wollen, andererseits aber gewinnen zu wollen, ist ein Drahtseilakt." Aber er war sich absolut sicher: "Die haben Vollgas gegeben. Die haben nichts abgeschenkt." Das bestätigte auch Wilder, wenngleich er festgehalten wissen wollte: "Wir haben allen Spielern ungefähr gleiche Spielanteile gegeben, dadurch war die Konzentration bei uns stellenweise nicht so hoch, wie es nötig gewesen wäre, um den gut treffenden Elephants, die mit einer guten Leistung verdient gewonnen haben, gefährlich zu werden."

Oehmen verteilte ein Sonderlob an seinen Spielmacher Farid Sadek (15 Zähler), der ebenso zweistellig traf wie Terrence Williams (20), Lennard Jördell (16), Dainius Zvinklys (14) und Simon Bennett (10). "Er hat sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, wo er gemeinsam mit Simon gegen die amerikanischen Profis Chris Alexander - Respekt für diesen Transfer, der Typ ist ein Kracher! - und Patrick Carney stand, ein Whow-Spiel abgeliefert. Das war sein bestes Spiel für die Elephants."

Drei der vier Pokal-Halbfinalisten stehen damit fest: Neben Grevenbroich sind auch Ibbenbüren (Regionalliga) und der Bonn-Meckenheimer TuS (2. Regionalliga) qualifiziert. Am Sonntag trifft Sechtem auf Münster (beide Regionalliga).

Quelle: NGZ
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