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Lokalsport
NEW' Elephants trotzen allen Widrigkeiten

Grevenbroich. Nach fantastischer erster Hälfte triumphiert der Basketball-Regionalligist mit 77:66 gegen Dorsten. Von Dirk Sitterle

Der oberflächliche Blick auf den 77:66-Sieg (Halbzeit 48:30) des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants über die BG Dorsten sagt nichts über die tatsächliche Leistung der Korbjäger aus Grevenbroich aus. Dieser Auftritt war schon deshalb bemerkenswert, weil die Hausherren erfolgreich mit ihren personellen Defiziten jonglierten.

Da in US-Profi Sharif Watson (nur 8:58 Minuten Spielzeit), Center Lennard Jördell (7:00) und Raed Mostafa (9:47) gleich drei Akteure der Startformation angeschlagen kaum mithelfen konnten, suchte Trainer Hartmut Oehmen die Flucht nach vorne: Vor allem die gemeinsam mit Farid Sadek, Jasper Chiwuzie und Marko Boksic in die erste Fünf beförderten Bastian Becker und Lukas Kazlauskas setzten frühe Duftmarken: Kazlauskas war mit elf schnellen Punkten am mit 28:12 (!) gewonnenen ersten Viertel beteiligt, Becker hielt Dorstens zweitbesten Scorer Matthew Pebole (14,3 Punkte im Schnitt) bei drei Zählern. Mit 16 Punkten in der ersten Hälfte sorgte Chiwuzie dafür, dass die Elephants mit einer komfortablen 48:30-Führung in die Halbzeitpause gingen. Eine 13:0-Serie hatte den Schlossstädtern zwischenzeitlich sogar einen 24-Punkte-Vorsprung beschert (36:12/12.).

Doch schon beim Gang in die Kabine war Oehmen klar, dass das nicht so bleiben würde. "Wenn wir eine Mannschaft über 40 Minuten so zerstören könnten, wie wir das mit Dorsten in der ersten Hälfte getan haben, wären wir ungeschlagen Erster." Angeführt vom Bulgaren Lyuben Paskov (14 Punkte nach dem Seitenwechsel) legten die Gäste eine feine Aufholjagd aufs Parkett, lagen zu Beginn des letzten Viertels nur noch mit 52:61 zurück. Näher kam Dorsten allerdings nicht mehr heran. Und das lag an der starken Vorstellung der Elephants in der Defensive. Die Hauptlast trugen dabei Farid Sadek (13 Punkte in 38:12 Minuten), Marko Boksic, der sich seine Spielzeit (13 Punkte/38:21 Minuten) hart erkämpfte, Jasper Chiwuzie (33 Minuten), mit 21 Punkten Topscorer der Begegnung, und Lukas Kazlauskas (13 Punkte/29:46 Minuten). Spätestens als Farid Sadek 2:24 Minuten vor dem Ende die Zähler zum 72:58 erzielte, war das intensive Match entschieden.

Stolz bemerkte Oehmen daraufhin: "Wir sind die einzige Mannschaft, die nur gegen die Spitzenteams verloren hat." In der Tat setzte es für Grevenbroich lediglich gegen Münster (2.) und Schwelm (4.) Niederlagen. Gegen alle anderen Teams blieben die Jungs von der Erft stabil - und das trotz aller Schwierigkeiten. Die Belastungen werden indes nicht weniger: In der Liga (Ibbenbüren, Salzkotten) und im Pokal (Bonn II) stehen nun drei Auswärtsspiele auf dem Plan.

Quelle: NGZ
 
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