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Lokalsport
NHV vor den Wochen der Wahrheit

Neuss. Handball-Drittligist ist morgen um 14 Uhr bei der Mindener Reserve zu Gast. Von Christos Pasvantis

Nach einem durchwachsenen Saisonstart gilt es für den Neusser HV jetzt. Wenn er wirklich zu den Spitzenteams der Dritten Handball-Liga gehören möchte, muss er mit einer positiven Bilanz aus den kommenden drei Partien beim TSV GWD Minden II, der SG Schalksmühle-Halver und gegen den TV Korschenbroich kommen.

"Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir ganz schwer zu schlagen", glaubt Trainer René Witte, der aus den beiden Auswärtsniederlagen in Logerich (27:30) und Krefeld (26:32) den Schluss gezogen hat, dass seiner eigentlich sehr erfahrenen Mannschaft in den entscheidenden Spielphasen die Cleverness gefehlt hat: "Wir müssen noch lernen, auch in brenzligen Phasen einen kühlen Kopf zu bewahren und unsere taktische Marschroute trotz aller Widrigkeiten weiterzugehen."

Gegen die Mindener Reserve muss er morgen (Kampa-Halle, Anwurf 14 Uhr) im Gegensatz zum Vorjahr zumindest nicht mit großen Verstärkungen aus der in die Zweite Liga abgestiegenen Erstvertretung rechnen, trägt diese doch direkt im Anschluss ihr Spitzenspiel gegen Wilhelmshaven aus. "Grundsätzlich verfügt der TSV über eine junge, schnelle und individuell starke Mannschaft, die top ausgebildet ist und eine unangenehme 3:2:1-Abwehr spielt. Da müssen wir eine Top-Leistung zeigen, um etwas zu holen", sagt der Trainer. Aus den bisherigen Ergebnissen der Mindener wird man jedenfalls nicht so recht schlau. Einerseits wurde Longerich mit 38:25 deklassiert, andererseits ging die Mannschaft von Trainer Markus Ernst sowohl in Aurich (22:30) als auch gegen Krefeld (20:28) unter und gewann in Ratingen erst in buchstäblich letzter Minute mit 26:24.

Nachdem Marcus Bouali mittlerweile wieder voll im Saft steht, kehrt auch ein anderer Neuzugang zurück: Bennet Johnen hat seine Muskelverletzung nach zweiwöchiger Pause auskuriert und wird die Reise nach Minden wohl mit antreten können. "Bei ihm müssen wir aber bis zuletzt abwarten", sagt Witte. Nach einiger Eingewöhnungszeit werde sein System mittlerweile von den fünf Neuen immer besser umgesetzt: "Die Jungs arbeiten hart und sind sehr selbstkritisch. Ich bin sicher, dass wir uns kontinuierlich steigern werden."

Als Saisonziel hat Witte nun übrigens einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften vorgegeben: "Wenn das so kommt, dürfen wir zufrieden sein."

Quelle: NGZ
 
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