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Lokalsport
NHV will "wieder in die Spur finden"

Neuss. Handball-Drittligist erwartet morgen den OHV Aurich zum Kellerduell.

Eigentlich gehören beide da nicht hin. Doch wenn der Neusser HV morgen Abend (19 Uhr, Hammfeldhalle) auf den OHV Aurich trifft, ist es das "Kellerduell" der Dritten Handball-Liga West. Die Neusser finden sich trotz prominenter Verstärkungen und Trainerwechsel nach acht Spieltagen mit 5:11 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder, die ostfriesischen Gäste haben gerade mal einen Punkt mehr auf dem Konto.

Doch die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass der Ostfriesische Handballverein keinesfalls zu unterschätzen ist: In Longerich holten die Schützlinge von Trainer Arek Blacha einen Zähler, bei Tabellenführer Fredenbeck unterlagen sie nur mit 24:25 und auch ihr Heimspiel gegen den Leichlinger TV gaben sie nur mit einem Tor Unterschied (28:29) ab. Und am vergangenen Wochenende verwiesen sie im Lokalkampf die HSG Varel vor 1350 Zuschauern mit 32:26 in die Schranken. "Aurich ist eine eingespielte Mannschaft, die in der Tabelle um einiges weiter nach vorne gehört", sagt deshalb Neu-Trainer Jens Sieberger vor dem dritten Meisterschaftsspiel unter seiner Regie, "der OHV spielt robust in der Defensive und verfügt über einen starken Rückraum - das Spiel wird uns alles abverlangen."

Wobei sich der 40-Jährige gar nicht so sehr mit dem Gegner beschäftigen möchte: "Wir müssen erst einmal selbst wieder in die Spur finden", sagt er angesichts von vier sieglosen Spielen in Folge, davon zwei unter seiner Regie. Dennoch steht für ihn fest: "Es wird definitiv Zeit, wieder zu punkten." Dabei baut er auch auf den Heimvorteil, schließlich ist der NHV in der Hammfeldhalle noch unbesiegt: "Da treten die Jungs immer noch ein wenig anders auf als auswärts. Deshalb hoffe ich auch sehr darauf, dass trotz oder vielleicht auch gerade wegen unserer Negativserie viele Zuschauer kommen, um uns zu unterstützen. Diese Hilfe brauchen die Jungs momentan ganz besonders."

Das um so mehr, als er noch nicht weiß, wer ihm morgen zur Verfügung steht. Marcus Bouali wird mit seinem Daumenbruch auf jeden Fall ausfallen, hinter der Einsatzfähigkeit von Markus Breuer (erkrankt), Max Murawski (Adduktoren) und Niklas Weis, der sich bei der 26:27-Niederlage in Gummersbach einen Pferdekuss einhandelte, stehen noch Fragezeichen.

Für Arek Blacha sind die Rollen klar verteilt: "Neuss gehört für mich trotz allem zu den stärksten Mannschaften der Liga", sagt der OHV-Trainer. Sieberger hätte nichts dagegen, wenn sich das morgen auf dem Parkett widerspiegeln würde.

(-vk)
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