| 00.00 Uhr

Lokalsport
Nicht nur Frank Wollweber war schwer begeistert

Lokalsport: Nicht nur Frank Wollweber war schwer begeistert
Begeistert von der Turnierpremiere: Frank Wollweber. FOTO: Rustemeier
Holzbüttgen. Tischtennis: Die neue Turnierform des "tt-race" fand bei ihrer NRW-Premiere in Holzbüttgen großen Anklang.

Ruck-zuck ausgebucht war die Premiere des "1. Holzbüttger tt-race". Insgesamt 142 Tischtennis-Akteure aus ganz Deutschland waren in die Sporthalle am Bruchweg gekommen, um an der neuartigen, in Nordrhein-Westfalen erstmalig ausgetragenen Turnierform teilzunehmen. Der wichtigste Vorteil gegenüber herkömmlichen Tischtennis-Turnieren: Auch als Verlierer lohnt sich die Anreise. Ein Ausscheiden gibt es nicht und es werden viele Spiele absolviert.

Die Idee, das "tt-race" auch im Rhein-Kreis Neuss anzubieten, hatte Sebastian Johnen von der DJK Holzbüttgen. Der leidenschaftliche Turnierspieler hat das sogenannte "Schweizer-System" selbst in anderen Bundesländern getestet und kennt daher die Vorzüge: "Durch den Spielmodus ist gewährleistet, dass jeder Akteur ohne große Wartezeiten auf jeden Fall sechs Partien absolviert", erläutert Johnen das Prinzip, "wir haben das Experiment bewusst gewagt. Viele Spieler wollen nicht mehr den ganzen Tag in der Halle verbringen und dann auf drei bis vier Einsätze warten."

Durch das System wird eine zeitnahe Abfolge der Spiele garantiert: Alle Partien einer Runde werden nacheinander aufgerufen. Dann wird solange gespielt, bis die letzte Begegnung dieser Runde beendet ist. Im Anschluss lost der Computer die neuen Begegnungen aus, die dann wieder gemeinsam von allen begonnen werden.

Ein wiederholtes Aufeinandertreffen zweier Spieler wird durch das System ausgeschlossen. Außerdem bewegen sich die spielstarken Gegner immer näher aufeinander zu, da immer nur Sieger gegen Sieger und Verlierer gegen Verlierer antreten.

Von den Teilnehmern gab es viel Zuspruch für die zweitägige Veranstaltung. Mit von der Partie war auch Bezirksliga-Spieler Frank Wollweber vom TTC Dormagen: "Das ist eine feine Geschichte. Man tritt gegen Leute an, die man sonst nicht so häufig sieht und es gibt so gut wie keine Wartezeiten." Wollweber spielte sich in der Konkurrenz II auf den vierten Platz. Dabei musste er sich nur dem späteren Sieger Achim Wick (DJK Rasensport Aachen-Brand) geschlagen geben.

Auch andere Akteure aus dem Rhein-Kreis nutzten erfolgreich die Gelegenheit, sich mit anderen Turnierspielern zu messen. Sieger in der Konkurrenz III wurde Sascha Helten (TTC BW Grevenbroich), gefolgt von Karl-Josef Werth (SG RW Gierath) und Stephan Morjan (CVJM Kelzenberg). In der Konkurenz IV belegte Heinrich Winkler (CVJM Kelzenberg) den zweiten Platz vor Florian Schorscher (DJK Holzbüttgen).

Fast hätte das Turnier wegen einer doppelten Hallenbelegung abgesagt werden müssen. "Unser Dank gilt dem engen Zusammenrücken der Sportler und dem Rhein-Kreis Neuss, der unbürokratisch eine weitere Halle für eine parallel stattfindende Judo-Veranstaltung zur Verfügung stellte", sagt DJK-Abteilungsleiter Stefan Vollmert und freute sich darüber, dass am Ende eine gelungene Premiere über die Bühne gegangen ist. Sie soll nur der Auftakt einer ganzen Serie von Turnieren sein, die in einem Final-Cup gipfeln sollen.

(-rust)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Nicht nur Frank Wollweber war schwer begeistert


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.