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Nievenheim steht jetzt unter Zugzwang

Lokalsport: Nievenheim steht jetzt unter Zugzwang
Seine Paraden werden seine Mannschaft dieses Mal nicht im Spiel halten können: Nievenheims Torhüter Kelvin Sanchez del Villar steht gegen Ronsdorf nicht zur Verfügung. FOTO: Dietrich Janicki
Rhein-Kreis. Fußball-Landesliga: Nach Niederlage im Nachholspiel jetzt gegen Schlusslicht. Jüchen erwartet den Tabellenführer. Von Patrick Radtke

Die Saison des Fußball-Landesligisten VdS Nievenheim läuft bisher durchwachsen, mit dreizehn Punkten stehen sie auf dem elften Tabellenrang - lediglich drei Zähler vor dem ersten Abstiegsrang. Am Mittwochabend gab es den nächsten Dämpfer. Mit 1:3 unterlag der VdS dem Rather SV.

Es war die individuelle Klasse des Gegners, die den Unterschied ausmachte. Brachte Alexander Hauptmann den VdS in der 32. Spielminute noch in Führung, entschieden stark herausgespielte Konter im zweiten Spielabschnitt die Partie zugunsten der Düsseldorfer. Erst traf Mario Opdenberg zum Ausgleich, dann sorgten Alon Abelski, der auch schon Spiele in der 2. Bundesliga aufzuweisen hat, sowie Daniel Palac für die Niederlage. "Wir haben verdient verloren. Abelski hat gemacht, was er will. Sie haben einen sehr starken Tempo-Fußball aufgezogen, da fehlten uns die Mittel", beschrieb Trainer Thomas Bahr die Partie nüchtern.

Gegen den TSV Ronsdorf, Tabellenschlusslicht, soll nun am Sonntag die Trendwende gelingen. Der TSV hat erst sechs Punkte verbuchen können und offenbart Probleme in der Offensive und Defensive. Die Chancen für Nievenheim, sich wieder etwas Luft nach unten zu verschaffen, stehen also gut. "Doch das sind die schwierigsten Spiele. Mir wäre lieber, wenn nun eine Mannschaft von oben käme. Aber wir müssen gewinnen, wenn wir unten wegbleiben wollen. Jedem sollte bewusst sein, dass wir im Abstiegskampf sind und nicht mehr Oberliga spielen. Wir müssen was tun, um die Klasse zu halten", warnt Bahr lautstark. Fraglich ist noch, wer das Tor hüten wird. Kelvin Sanchez del Villar ist im Urlaub, Fabian Ritterbach angeschlagen.

Der VfL Jüchen-Garzweiler hat seit dieser Woche drei Punkte mehr auf dem Konto, ohne gespielt zu haben. Grund hierfür ist die Partie gegen den Rather SV. Der Kontrahent hatte einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt - aus einer 0:2-Niederlage wurde so ein 2:0-Sieg. "Das sollte uns aber nicht laut jubeln lassen. Wenn man auf die Tabelle guckt, sieht man, wie eng es ist", sagt Jüchens Coach "Dicky" Otten. Die kommende Aufgabe wird immens schwer: Schon oft ging Jüchen als Außenseiter ins Rennen, doch so klar wie in der Partie gegen den Spitzenreiter aus Baumberg waren die Verhältnisse wohl noch nicht. Der Gegner fegt durch die Landesliga und scheint unbeirrt dem direkten Wiederaufstieg entgegen zu streben. 38 Treffer in elf Partien und 28 Punkte sprechen eine deutliche Sprache. Hinzu kommt mit Torjäger Jose-Miguel Lopez-Torres ein Sturmtank, der kaum zu stoppen ist. Vierzehn Mal traf der erfahrene Spanier diese Saison schon. "Das ist ein Riesen-Hausnummer für uns. Sie haben immense Qualität, aber ich freue mich, dass wir als kleiner Zwerg Jüchen die Baumberger empfangen. Die 90 Minuten müssen erst gespielt werden. Wir wollen unangenehm sein, stabil stehen und den Gegner lange vom Tor weghalten", so Otten.

Quelle: NGZ
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