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Lokalsport
Nievenheim sucht nach seiner Form

Nievenheim. Landesliga: Thomas Bahr zeigt sich nach Remis gegen Rath sehr selbstkritisch. Von Patrick Radtke

Bis zur 86. Spielminute sah alles nach einem glücklichen Heimsieg für die Landesliga-Fußballer des VdS Nievenheim aus. Mit 2:0 führten die Grün-Weißen gegen den bis dahin jedoch klar stärkeren Rather SV. Geht die Partie so aus, reden alle wohl davon, dass auch mal ein dreckiger Sieg eingefahren werden muss. Dass jedoch die Landeshauptstädter in der Schlussphase noch zweimal trafen, hinterlässt einige unzufriedene wie auch fragende Gesichter in Dormagen. "Das ist bitter, aber hochverdient. Wir waren die klar schlechtere Mannschaft und sind glücklich in Führung gegangen. Es ist traurig, mir fehlen schon fast die Worte. Du führst unverdient und gibst es komplett aus der Hand - das zeigt, dass es an der Fitness fehlt. Erneut haben uns eine Standardsituation und eine Aktion auf der Außenbahn Probleme bereitet. Da mache ich mir selbst auch einen Riesen-Vorwurf, dass ich für außen nicht auf dem Spielermarkt aktiv war", fand Bahr klare Worte.

Von Beginn an bestimmte Rath die Partie. Die Tore jedoch schoss zunächst Nievenheim: Nach einem Ballgewinn von Simon Kozany ging es schnell. Das Spielgerät landete im Zentrum bei Marcus Buchen, der die Führung erzielte. Direkt nach der Pause wurde Alexander Hauptmanns Schuss aus 20 Metern zu einer Bogenlampe abgefälscht, die den gegnerischen Keeper komplett überraschte. "Der Gegner war trotzdem die ganze Zeit extrem gefährlich. Bis auf einen überragenden Fabian Ritterbach, dem Innenverteidigerduo Nils Dübbert und Sascha Pelka sowie Pierre Schnock hat keiner Normalleistung gebracht. Das schreibe ich mir auf die Fahne. Wir waren in den vergangenen fünf Partien immer die schwächere Mannschaft, da muss ich mir extrem etwas vorwerfen lassen und darüber grübeln", zeigte sich Bahr selbstkritisch.

Vor allem Raths Andreas Plödereder brachte Nievenheim immer wieder ins Schwimmen. Bahr: "Er war extrem am Offensivspiel beteiligt und hat gemacht, was er wollte. Sein Anschlusstreffer fiel nach einem starken Standard von Bojan Katic, der erst an den Pfosten klatscht. Dann stand er da und konnte den Nachschuss reinmachen. Beim zweiten Gegentor ziehen sie von außen nach innen und drei Mann von uns geben nur Geleitschutz". Und weiter: "Nun müssen wir am Sonntag gegen Amern in die Zweikämpfe kommen. Die haben jedoch mit Rene Jansen einen brandgefährlichen Mann. Er ist der Dreh- und Angelpunkt. Unser Ziel muss es sein, einen absoluten Fehlstart zu vermeiden. Mit der Leistung von Mittwoch kann das allerdings nichts werden."

Quelle: NGZ
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