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Lokalsport
Norf steigt im zweiten Anlauf auf

Norf. TSV-Fußballer spielen in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga A. Von Sophie Rhine

Mit nur zwei Niederlagen marschierte der TSV Norf durch die Saison in Gruppe zwei der Fußball-Kreisliga B - mit sattem Vorsprung schaffte das Team von Trainer Ralf Nickel somit im zweiten Anlauf den Wiederaufstieg in die Kreisliga A.

Für viele Mannschaften aus der Liga galt der TSV von Saisonbeginn an als Favorit auf den Meistertitel, nur die Norfer selber wehrten sich zunächst gegen diese Rolle: "Es hatten ja mehrere Mannschaften die Möglichkeit, ganz oben mitzuspielen", begründet Nickel die Haltung: "Straberg, Gierath, TJ Dormagen und Grevenbroich-Süd haben allesamt eine starke Hinrunde gespielt und haben uns das Leben schwergemacht." Doch unterm Strich waren die Norfer dann die beste Mannschaft und das sogar mit Abstand: Am vierten Spieltag stand der TSV erstmals an der Tabellenspitze, nach elf ausgetragenen Duellen hatte er sich da oben festgesetzt und ließ sich bis zum Saisonende nicht mehr vom ersten Platz verdrängen. Wirklich sicher gefühlt hat Nickel sich allerdings erst, als auch rein rechnerisch nichts mehr schieflaufen konnte: "Klar schielt man immer auf die anderen und guckt, was die so machen, auch wenn man den Spielern immer predigt, sich nur auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren", gibt der Coach zu. "Wir waren uns schon länger zu 99 Prozent sicher, aber es kann ja immer noch was dazwischenkommen."

Profitiert hat der TSV auch davon, dass die Gegner in der Rückrunde nicht so stark aufspielen konnten. "Niemand konnte damit rechnen, dass die TJ eine neue Truppe aufstellen muss, dass Gierath das Verletzungspech trifft oder dass Süd noch einbricht", resümiert Nickel. "Aber wir haben den Aufstieg verdient und eine souveräne Saison abgeliefert." Als Hauptgrund für die Stärke seiner Mannschaft sieht er den Zusammenhalt: "Wir haben uns in der vergangenen Saison gut eingespielt und diese mit neun Siegen in Folge beendet - wir haben es geschafft, genau da weiterzumachen und alles Positive mit in die neue Spielzeit zu nehmen." Zudem hat sich im Verein einiges getan: "Wir haben umstrukturiert, besonders um den Fußball herum", erzählt der Coach. "Wir haben akribisch alles aufgearbeitet und hatten für jedes Spiel einen Plan - die Jungs haben das super umgesetzt."

Ralf Nickel wird in der kommenden Saison eher hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf sorgen: "Ich werde so eine Art Team-Manager werden, so wie Oli Bierhoff", sagt er schmunzelnd. Seinen Posten übernimmt Fabian Nellen, der ihn schon in dieser Saison unterstützt hat. "Fabian hat schon in Kapellen und bei Fortuna Düsseldorf viel Erfahrung gesammelt, obwohl er ein sehr junger Trainer ist. Er passt zum Team und kann die Jungs weiter nach vorne bringen", ist Nickel zuversichtlich. Abgesehen von Dwight Granderath bleibt der Kader komplett zusammen. "Wir wollen uns als Rückkehrer in der Kreisliga A etablieren und nichts mit dem Abstieg zu tun haben", formuliert Nickel das Ziel für die kommende Saison.

Quelle: NGZ
 
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