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Oehmen wünscht sich Sieg zum Geburtstag

Lokalsport: Oehmen wünscht sich Sieg zum Geburtstag
Der Trainer hat Spaß: Hartmut Oehmen beobachtet im Match gegen Ibbenbüren mit großem Vergnügen, wie sein Spielmacher Gerrell Martin sich in der Verteidigung einbringt. FOTO: Christina Eri
Grevenbroich. Nur einen Tag nach dem Topspiel der Basketball-Regionalliga West in Münster feiert der Coach der NEW' Elephants seinen "52." Von Dirk Sitterle

Der Startrekord ist im Sack! Mit dem 95:77-Heimerfolg am vergangenen Samstag über Ibbenbüren verbesserten die NEW' Elephants die von der Grevenbroicher Meistermannschaft 2002 aufgestellte Bestmarke auf sieben Siege in Folge. Satt ist der Tabellenführer der Basketball-Regionalliga West indes noch nicht. Das trifft sich gut, denn zum einen steht morgen Abend (Anpfiff 19.30 Uhr, Unihalle am Horstmarer Landweg) mit dem Match bei den WWU Baskets Münster wiederum ein Kracher auf dem Spielplan, zum anderen feiert Trainer und Manager Hartmut Oehmen am Sonntag Geburtstag. Und was gäbe es zum "52." Schöneres als ein Sieg im Topspiel. "Das wäre noch ein Geschenk on top", sagt Oehmen.

Um seinen Teil an der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte beizutragen, hat sich der Krefelder unter der Woche trotz Bronchitis ("Um ja gar kein Risiko einzugehen, war ich Montag und Mittwoch nicht beim Training.") mächtig ins Zeug gelegt. Schließlich galt es zu ermitteln, wie Münster auf den Ausfall seines US-Profis Brandon McGill (Hüftverletzung) reagieren wird. Oehmen zapfte alle Quellen an, hörte den Buschfunk ab und recherchierte natürlich auch in den sozialen Netzwerken. Mittlerweile ist er sich sehr sicher, dass morgen der in der vergangenen Saison für den Regionalligisten TV Salzkotten tätige Bryce Leavitt sein Debüt gibt. Auf seiner Facebook-Seite hat sich der US-Amerikaner jedenfalls schon von seinen Arbeitskollegen verabschiedet. Bereits am vergangenen Freitag postete er: "Life happens fast. Sitting at work on Tuesday when I got the call, accepted the offer yesterday, now flying out today. Wheels up to Germany for year number two of hoops, sorry if I didn't get the chance to say goodbye." Oehmen geht sogar noch einen Schritt weiter: "Er hat schon am Montag in Münster trainiert."

In Absprache mit seinem Co-Trainer Simon Bennett hat er die Mannschaft darum auf den Einsatz Leavitts gegen die Elephants vorbereitet. Obwohl der 23-Jährige im Gegensatz zu McGill kein ausgewiesener Spielmacher ist, sieht er die Gastgeber nun besser aufgestellt: "McGill war mit seinen 9,7 Punkten im Schnitt als Scorer nicht der Hit in Tüten, Leavitt hat in Salzkotten fast doppelt so viele Punkte gemacht wie er." Überhaupt hält er die "Studis" aus Westfalen, die er gemeinsam mit Düsseldorf stets zu den heißesten Aufstiegsaspiranten zählte, für einen ausgesprochen gut und tief besetzten Kontrahenten. Daraus folgert er - trotz der 79:83-Niederlage vom vergangenen Spieltag gegen Herten: "Zum ersten Mal in dieser Saison gehen wir nicht als Favorit ins Spiel."

Dazu trägt auch die ganz besondere Atmosphäre der Unihalle bei. Die erlaube es den Schützlingen des in der Liga hochgeschätzten Trainers Philipp Kappenstein, so Oehmen, eine extrem harte Gangart einzuschlagen. "Und die Schiedsrichter lassen das zu. Darauf müssen wir gefasst sein. Münster ist Krieg!" Wertvolle Tipps sollten in diesem Zusammenhang von Gerrell Martin kommen, trug der Aufbauspieler der Elephants doch in der vergangenen Saison das Trikot der Münsteraner. "Und natürlich ist er heiß wie Frittenfett", sagt Oehmen.

Wenngleich die Elephants genau wissen, was da am Horstmarer Landweg auf sie zukommt, bricht ihnen nicht der Angstschweiß aus. Oehmen selbstbewusst: "Klar, da zu gewinnen, ist nicht so leicht - geht aber. Wir haben Münster vor einigen Jahren vor heimischem Publikum, noch mit Tim Pierce, mal auseinandergenommen."

Quelle: NGZ
 
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