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Lokalsport
Ohne viel Tamtam geht es zurück in die Kreisliga A

Grevenbroich. Der SV Genclerbirligi Grevenbroich hat im knappen Aufstiegsrennen den zweiten Platz in der Kreisliga B behauptet. Von Sophie Rhine

Anders als in der ersten Gruppe blieb der Aufstiegskampf in Gruppe zwei der Kreisliga B bis zum letzten Spieltag spannend. Der SVG Grevenbroich stand zwei Spieltage vor Saisonende als erster Aufsteiger fest, verspielte aber durch zwei Niederlagen noch die Meisterschaft.

Einen Vorwurf wollte Trainer Erkan Akan seiner Mannschaft deswegen aber nicht machen: "Vom Kopf her war schon alles gegessen. Das ist zwar schade, aber ich bin den Jungs deswegen sicher nicht böse." Nachdem der Verein in der vergangenen Spielzeit mit viel Trubel zu kämpfen hatte und den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A nur durch ein Spruchkammerurteil verpasst hatte, war das Ziel für diese Saison klar: "Wir wollten wieder vernünftig Fuß fassen, ohne viel Action drumherum", sagt Akan. Das ist den Grevenbroichern gelungen, sogar mit dem Aufstieg als Krönung.

Danach sah es nicht immer aus. "Unsere Hinserie war eher mäßig", beschreibt der Coach. Zwischen dem neunten und 16. Spieltag konnte seine Mannschaft nur zwei Siege einfahren und hatte auf Spitzenreiter Weißenberg und Bayer Dormagen bereits sieben Zähler Rückstand. "Wir haben in der Hinrunde aber gemerkt, dass da mehr möglich ist", so Akan. "Wir sind gut in die Rückrunde gestartet und ab da war dann der Aufstieg unser Ziel. Die anderen Mannschaften haben gepatzt und das konnten wir ausnutzen." Abgesehen von den letzten beiden Partien blieben die Grevenbroicher ungeschlagen, schoben sich an den schwächelnden Dormagenern und dem TSV Norf vorbei auf Platz zwei und rückten durch einen Sieg im direkten Duell wieder bis auf einen Punkt an Tabellenführer Weißenberg heran. Nach drei weiteren Siegen stand der SVG schließlich ganz oben und musste diese Position erst am letzten Spieltag wieder an Weißenberg abtreten.

Die größte Stärke seiner Spieler war laut Erkan Akan der "Teamspirit. Wir sind wieder als geschlossene Mannschaft aufgetreten. In der Winterpause haben wir dann sehr hart trainiert, um noch um den Aufstieg mitspielen zu können, alle haben mitgezogen." Deswegen war so eine starke Rückrunde dann auch möglich. "Wir waren am Ende einfach fitter als die anderen Mannschaften und konnten deswegen wieder nach oben klettern", begründet Akan die Serie. "Wir wollten ohne viel Tamtam aufsteigen, das haben wir geschafft."

Für die kommende Saison gibt es eine ähnliche Marschroute: "Wir wollen reinschnuppern und in der Liga ankommen, mit genauso wenig Action wie in diesem Jahr", so der Trainer. "Und natürlich ist das Ziel nach einem Aufstieg erstmal der Klassenerhalt." Abgänge haben die Grevenbroicher bisher keine zu verzeichnen, drei neue Spieler sollen kommen, noch laufen allerdings die Gespräche.

Quelle: NGZ
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