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Lokalsport
Ole Grammann steigert sich noch einmal

Rhein-Kreis. Leichtathletik: Herbert E. Müller kehrt mit drei Titeln von der Senioren-DM aus Erfurt zurück. Von Volker Koch

Zwischen Herbert E. Müller und Ole Grammann liegen schlappe 71 Jahre. Doch ansonsten haben der 88-Jährige und der 17-Jährige etliche Gemeinsamkeiten: Beide sind mit Leidenschaft Leichtathleten, beide starten für den TSV Bayer Dormagen. Und beide wurden in dieser Hallensaison Deutscher Meister.

Herbert E. Müller schaffte dieses Kunststück am vergangenen Wochenende gleich drei Mal. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt lief der Grevenbroicher im Bayer-Trikot, mit Blick auf seine sieben Titel bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr unlängst zum "Senioren-Leichtathleten des Jahres 2017" gekürt, in der Altersklasse M 85 zu Siegen über 60 Meter (11,38 Sekunden), 200 Meter (40,12 Sekunden) und 800 Meter (4:12,31 Minuten). Er war nicht der einzige Leichtathlet aus dem Rhein-Kreis, der sich nach Thüringen aufgemacht hatte. Und er war auch nicht der einzige, der mit einem Titel aus Erfurt zurückkehrte.

Für das zweite "Gold" sorgte Mittelstrecklerin Nina Wimmer vom ASC Rosellen. Sie siegte in der W 35 über 800 Meter in 2:33,36 Minuten, lief anschließend über 3000 Meter in 11:09,21 Minuten noch zur Bronzemedaille. Eine Altersklasse höher wurde Daniela Bach (1. FC Grevenbroich-Süd) über die gleiche Distanz Vierte in 2:34,14 Minuten. Dank Till Grußendorf ist auch die SG Kaarst in der Ehrenliste der Leichtathletik-Senioren prominent vertreten: der 35 Jahre alte Sprinter sicherte sich in der M 35 Platz zwei über 60 Meter (7,42 Sekunden) und über 200 Meter (23,60 Sekunden).

Ole Grammann hatte sein Meisterstück bereits eine Woche zuvor abgeliefert, als er bei der U20-DM in Halle an der Saale mit Bestweite von 7,46 Metern zum Titel im Weitsprung flog. Der brachte ihm einen Startplatz beim U20-Länderkampf im französischen Nantes ein, bei dem die Vertretung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes Platz zwei hinter den Gastgebern belegte.

Dort steigerte sich Grammann, der das Sportinternat in Knechtsteden besucht, noch einmal um zwei Zentimeter auf 7,48 Meter, was ihm Platz zwei hinter dem Münchner Yannick Wolf (7,62 Meter) einbrachte. "Das war eine super Wintersaison für Ole," zieht sein Trainer Dirk Zorn Bilanz, "in drei Wettkämpfen hat er jeweils eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt." Dabei liegt das Hauptaugenmerk des 17-Jährigen eigentlich auf dem Zehnkampf.

Quelle: NGZ
 
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