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Lokalsport
Oliver Seibert wird zur neuen Saison Trainer des SCK

Kapellen. Das ist mal ein mutiger Schritt: Bei der Suche nach einem neuen Trainer für die in der Fußball-Oberliga akut vom Abstieg bedrohten ersten Mannschaft ist der SC Kapellen in den eigenen Reihen fündig geworden. Oliver Seibert, als Sportlicher Leiter Jugend und Coach der C-Junioren unmittelbar vor der direkten Qualifikation für eine weitere Spielzeit in der Niederrheinliga, löst zum 1. Juli den nach der Trennung von Toni Molina vom Co- zum Cheftrainer beförderten Wolfgang Brück (zum 1. FC Mönchengladbach) ab. Von Dirk Sitterle

In einer am Samstag vom Verein verschickten Pressemitteilung heißt es dazu: "Nach den konzeptionellen Gesprächen zwischen Vorstand und Oliver Seibert war sehr schnell klar, dass Oliver Seibert der passende Trainer für den SC Kapellen ist." Und weiter: "Er überzeugte als erfolgreicher U17- und U15-Trainer durch ein klares, durchdachtes Spielsystem sowie durch die Disziplin in den von ihm geführten Mannschaften." Ziel der langfristig ausgelegten Zusammenarbeit soll die verstärkte Integration in Kapellen ausgebildeter Talente in die Oberliga-Mannschaft sein. Dass er beim Amtsantritt im Sommer viele Akteure in seinem Kader haben dürfte, mit denen er in der laufenden Saison noch auf dem Feld gestanden hat, lässt den 33-Jährigen kalt: "Das ist alleine schon von meiner Persönlichkeitsstruktur her das kleinste Problem. Ich bin ja nicht als der Mannschafts-Clown bekannt, der mit den Jungs um die Häuser zieht, sondern bin eher der solidere Typ."

Seinen Posten als Ersatzkeeper gibt er trotzdem auf. Zum einen zwingt ihn ein ausgekugelter Finger ohnehin zu einer längeren Pause, zum anderen möchte er im Hinblick auf seine neue Rolle ganz bewusst auf Distanz zum aktiven Personal gehen. Sein auch für die Landesliga geltendes Engagement möchte der Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz (vorher B-Lizenz) auch als Signal verstanden wissen: "In Kapellen geht es nicht so unruhig zu, wie das dargestellt wird. Der Verein ist an sich gut aufgestellt." Die Vertragverlängerung von Stammkeeper Christopher Möllering für drei Jahre sieht er darum als Initialzündung. "Bislang hat noch keiner der wichtigen Spieler gesagt, dass er den SCK verlassen wird. Die Sache hier gewinnt langsam an Fahrt und Struktur."

Quelle: NGZ
 
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