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Ording strahlt über Sieg und viel Lob

Lokalsport: Ording strahlt über Sieg und viel Lob
Strahlten nach dem Sieg von La Mute im Schierle-Stahlrohe-Pokal auf dem Düsseldorfer Grafenberg um die Wette: Trainer Reinhard Ording, seine Tochter Tina und Jockey Jozef Bojko. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Düsseldorf. Die von Reinhard Ording trainierte Stute Late Mute siegt beim Königsallee-Renntag in Düsseldorf. Für den ehemaligen Hindernis-Champion und Neusser Rennbahnverwalter ist Galopprennsport inzwischen nur noch Nebenbeschäftigung. Von Klaus Göntzsche

Das größte Kompliment für Reinhard Ording kam nach dem Sieg der von ihm auf der Neusser Rennbahn trainierten Stute Late Mute von Karl Jörg. Das ist der aus der Pfalz stammende, bekannt kritische und nur selten zu derartigen Komplimenten bereite Leiter des Gestüts Wittekindshof. Das liegt im Flecken Rüthen-Kneblinghausen im Sauerland, gehört dem Dortmunder Rennvereinspräsidenten Hans-Hugo Miebach - und der vor dem Rentenalter stehende, schrullige Gestütsleiter zaubert dort mit seinem schier unendlichen Fachwissen und großer Leidenschaft seit Jahrzehnten Spitzenpferde in Serie, vor vielen Jahren sogar noch mit überschaubarem Budget.

Aus Wittekindshof stammt die bereits achtjährige Stute Late Mute, die mit Jockey Jozef Bojko am ziemlich verregneten Königsallee-Renntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg mit großem Spurtvermögen das dritte Rennen ihres Lebens gewann. Als die Stute nach dem Rennen abgesattelt den Führring verließ, stand Karl Jörg verzückt neben seiner Tochter Sabine (arbeitet als HNO-Ärztin in Düsseldorf-Benrath) und dem dreieinhalb Monate alten Enkel Hauke und schwärmte: "Die Stute sieht einfach bombastisch aus. So gut wie nie in ihrem Leben." Zudem freute er sich über die Züchterprämie von 470 Euro, noch mehr aber über den Sieg: "Das ist für uns wichtig, wenn auch solche älteren Pferde noch Rennen gewinnen." Reinhard Ording betreut die Stute seit knapp einem Jahr. Sie gehört ihm auch nicht selbst, sondern der in Warburg bei Soest ansässigen Journalistin Birgit Etmanski. Ording kennt sie schon aus gemeinsamen Studienzeiten. Sie war am Sonntag nicht nach Düsseldorf gereist, es gab eine Familienfeier.

Nun ist La Mute wahrlich keine Überfliegerin. Beim 40. Start war es erst der dritte Sieg, aber bereits der zweite nach dem Erfolg beim Derbymeeting 2014 in Hamburg-Horn. Bevor Ording sie übernahm, war sie bei einem Trainer, der in der Szene für seine extrem niedrigen Rechnungen bekannt ist. Für Reinhard Ording war es der erste Saisonsieg, doch mit dem Training von Rennpferden verdient er nicht (mehr) seinen Lebensunterhalt. Er war ein guter Hindernisreiter, wurde sogar Champion, hat Rennpferde trainiert, arbeitete beim Dachverband in Köln, war als Rennbahnverwalter in Neuss eine Allzweckwaffe, ist jetzt im Neusser Vorstand, für den Krefelder Rennclub erledigt er die Renntechnik, doch das "Butter-und Brotgeschäft" liegt im Finanzdienstbereich. Neben Late Mute steht noch das Familienpferd Zerzura auf der Trainingsliste des Stalles an der Stresemannallee.

Der führende Neusser Galoppertrainer Axel Kleinkorres setzte mit seinen Pferden die Serie der Platzgelder in Düsseldorf fort. Macchiavelli wurde Dritter.

Quelle: NGZ
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