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Lokalsport
Perlick und Lenz wollen Konkordia helfen

Neuss. Die beiden Unternehmer übernehmen bei den Neusser Ringern vorerst eine beratende Rolle. Von Felix Strerath

Den Ringern des KSK Konkorida Neuss fehlt es seit einiger Zeit an Führungskräften. Ehrenpräsident Hermann-Josef Kahlenberg, der die Geschicke lange Zeit weitestgehend alleine geleitet hatte, kann aus gesundheitlichen Gründen seiner Berufung nicht mehr nachgehen. Zudem ist der ehemalige 2. Vorsitzende und Sportliche Leiter Dieter Wuttke nach "unüberwindbaren Differenzen" ausgeschieden. Seit dem sind ein Großteil der Ämter verkant. Lediglich der Posten des 2. Vorsitzenden Finanzen wird von Florian Luck besetzt.

Auch auf der Jahreshauptversammlung wurde nur das Amt des 2. Vorsitzenden Sport an Max Schwindt vergeben. Zudem bestätigte die Versammlung Ralf Welscheid in seinem Amt als Jugendwart. Nun sollen zwei Unternehmer den Verein strukturell auf Vordermann bringen: Thomas Perlick und Rolf Lenz wollen sich der Aufgabe annehmen. Auf der Versammlung stellten sich beide den Mitgliedern erst einmal vor und erläuterten ihr Konzept. Perlick, der im Rhein-Kreis als früherer Präsident des VfR Neuss bekannt ist, hat in Meerbusch ein Geschäft für Küchenmöbel. Sein Mitstreiter Lenz kennt die Führungsrolle aus seiner Arbeit bei der "Bürgergesellschaft Alde Düsseldorfer." Dort ist er 1. Vorsitzender.

Zur Wahl stellten sich die zwei am Montagabend jedoch noch nicht. Sie werden nach Paragraf 8 der Vereinssatzung sogenannte "Beauftragte des Vorstands". Damit nehmen sie an den Vorstandssitzungen teil und haben eine beratende Rolle. Ein Stimmrecht bei den Abstimmungen steht ihnen damit hingegen nicht zu. "Wir brauchen kein Stimmrecht, wir wollen, das Teamentscheidungen getroffen werden. Es macht für uns keinen Sinn, mit einem Titel zu starten", erklärte Perlick. Erst nach einem Jahr des Kennenlernens möchten die Geschäftsleute ein festes Amt bekleiden. Allerdings knüpft das Beraterteam dies an Bedingungen: "Wir müssen das zusammen angehen. Es gibt genügend Aufgaben, die zu verteilen sind. Wenn keiner mit anpackt, werden wir das nicht übernehmen." Wichtig ist für Perlick und Lenz, dass sich ausreichend Leute im Verein finden, die bereit sind, Aufgaben zu übernehmen und zu helfen. Bislang blieb dies häufig an dem 71-jährigen Hermann Kahlenberg hängen. Doch Perlick betont: "Die Fußstapfen von Hermann kann kein Mensch ausfüllen." Abschließend erwähnte Lenz noch: "Es wichtig, dass die Tradition weiter bestehen bleibt."

Während es auf struktureller Ebene aktuell etwas holpert, lief es für die Konkordia sportlich im vergangenen Jahr sehr ordentlich. Vor allem die Nachwuchsringer überzeugten mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen bei der Deutschen Meisterschaft. Zudem holte das Jugendteam in der Liga den ersten Platz ohne jeglichen Punktverlust. Bei den Senioren belegte die erste Garde den zweiten Rang in der Oberliga und die zweite Mannschaft stieg in die Landesliga auf.

Quelle: NGZ
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