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Lokalsport
Quantum of Solace läuft ins Geld

Neuss. Drei Neusser Siege bei Auswärtsspielen auf der Galopprennbahn in Dortmund. Von Klaus Göntzsche

Ungläubig schaute der Neusser Trainer Axel Kleinkorres bei der Siegerehrung auf den ihm überreichten Teller. Den bekam er für den Erfolg des 171:10-Außenseiters Polarstern bei den Dienstag-Rennen auf der menschenleeren Rennbahn in Dortmund.

Mit Jockey Stephen Hellyn hatte das Pferd von Klaus und Marc Bert aus Frankfurt am Main beim 13. Start sein erstes Rennen gewonnen, und der Trainer schien das kaum glauben zu können. Aber es war ebenso Realität wie der Sieg eines weiteren Pferdes aus der kleinen Neusser Trainingszentrale am Rande der Rennbahn. Ana Bodenhagen trainiert dort neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Online-Handel den Wallach Quantum of Solace, der mit Miguel Lopez sein zweites Rennen in diesem Jahr gewann. Auch dieses Pferd startete zu einer Siegquote von 107:10 als Außenseiter - 2500 Euro gab es als Belohnung für die Anstrengung. 2002 hat Ana Bodenhagen 18 Rennen gewonnen, das hauptberufliche Trainieren von Rennpferden der Rasse Vollblut danach aber eingestellt.

Das hat zum Teil auch Katja Gernreich, auf deren offizieller Trainingsliste sich noch vier Pferde befinden. Einer davon ist der sechsjährige Wallach Charles Darwin, der auf der Bahn von Mons-Ghlin in Belgien mit Stefanie Hofer im Sattel 4000 Euro für den Besitzer Axel Oertel aus Hannover gewann. Es war der dritte Lebenssieg des Pferdes mit dem so bedeutenden Namen beim 34. Start.

Auch der Neusser Nachwuchsreiter Robin Weber (16) fand sich in Dortmund wieder zu einer Siegerehrung ein. Er saß im Sattel des fünfjährigen Wallachs mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen Pleasantpathfinder, der von Trainer Toni Potters aus Großenkneten im Oldenburger Land gesattelt wurde. Das Besondere an dem Sieg war die Art und Weise des Einrückens in die Startboxe: es ging rückwärts (also von vorn) und nicht vorwärts rein. Robin Weber besiegte im Endkampf immerhin den vierfachen Champion Eduardo Pedroza.

Weber wird auch beim Renntag am Sonntag ab 16.55 Uhr mit acht Rennen in Neuss mit den Rennen um den jockeyversicherung.de-Preis und den Killepitsch-Preis als Höhepunkte antreten. Wie auch Alexander Pietsch, der wie zuvor in Neuss ohne Sieg blieb. Es bleibt beim Stand von 76:74 für ihn im Kampf um das Jockey-Championat.

Quelle: NGZ
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