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Am Rande
Quirinus-Cup - Turnier mit Atmosphäre

Am Rande: Quirinus-Cup - Turnier mit Atmosphäre
Ein starkes Bild: Vor den Finalspielen am Pfingstsonntag in der kleinen Sporthalle an der Bergheimer Straße in Neuss stellten sich Mannschaften und Schiedsrichter zur Nationalhymne auf. Hier lauscht die C-Jugend des HSV Magdeburg. FOTO: Woi
Neuss. Trainer, vor allem im Nachwuchsbereich, haben einen schwierigen Job. Ihre Arbeit ist nämlich nicht allein aufs Coachen beschränkt. So beschwerte sich der elfjährige Nicolas Körber (VfL Gummersbach) während des Endspiels der gemischten E-Jugend bei seinem Trainer Maik Pallach: "Mir rutscht der Ball immer durch die Finger." Noch bevor sich der zukünftige Jugendkoordinator des Handball-Bundesligisten ernsthaft mit den Nöten seines verzweifelten Schützlings beschäftigen konnte ("Woran liegt's, ist der Ball zu groß?"), bahnte sich die nächste Katastrophe an: Max Schmidt (11) schlich auf die Bank und klagte: "Meine Zahnspange ist kaputt.

" Die sofort eingeleiteten Reparaturarbeiten wurden jedoch jäh gestoppt. Da auf dem Feld der TV Palmersheim Oberwasser zu gewinnen drohte, herrschte der Coach den immer noch zahnspangenlosen Schüler an: "Scheiß auf das Teil, das machen wir später. Ich brauche Dich auf dem Feld." Um ein Haar wäre kurz vor Schluss die feine Taktik der Palmersheimer, die Oberbergischen mit einem zusätzlichen Feldspieler zu verwirren, schwer in die Hose gegangen.

Denn der für diese Rolle vorgesehene Hussein Nasser Eddine bekam ohne die Hilfe des Trainerstabes das vorgeschriebene orangene Leibchen nicht an. Zum Glück sitzen beim rührigen Klub aus der Eifel nur Experten auf der Bank. Im zu Euskirchen gehörenden Dörfchen ist Handball nämlich eine ganz große Nummer: Von den etwas mehr als 1000 Einwohnern sind gut 300 Mitglieder im TV Palmersheim, dessen erste Herren-Mannschaft mittlerweile allerdings nur noch in der Landesliga spielt.

Doch zurück zu den Trainern. Der jetzt für die männliche D-Jugend des ART Düsseldorf verantwortliche Benny Daser fragte seine Jungs unwillig: "Spreche ich Chinesisch, oder was?" Das allerdings wäre dumm gewesen, fehlte im Repertoire der Gastgeber doch die Nationalhymne der Asiaten. Oberschiedsrichter Marc Fasthoff riet seinen Mannen darum zur englischen Sprache: "Um die beiden Teams überhaupt mal aufs Feld zu bringen, sage ich: "Come to me and play!" Kommt zu mir und spielt.

Dirk Sitterle

Quelle: NGZ
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