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Korschenbroich
Rittersaal vom Schloss wird rekonstruiert

Korschenbroich. Am Schloss Liedberg wird der zerstörte Rittersaal nach historischem Vorbild wieder errichtet. Dabei hilft jetzt auch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die eine Förderung des ersten Bauabschnitts in Höhe von 214.000 Euro zugesagt hat.

Eine entsprechende Zusage erhält in den nächsten Tagen der Heimatverein Liedberg, der sich zusammen mit dem Eigentümer Peter Overlack für den Erhalt und die Wiedererrichtung der Schlossanlage einsetzt. Den Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert überzeugten das bürgerschaftliche Engagement und die Pläne für die künftige Nutzung des Denkmals.

Der Heimatverein möchte den neuen Rittersaal für Ausstellungen, Veranstaltungen und als Archiv nutzen. In nachfolgenden Bauabschnitten sollen auch ein hinterer Gebäudeteil und wenn möglich die "Budelei", das ehemalige Gefängnis, und eine "Kemetate" wiedererrichtet werden. Das ehemalige kurkölnische Schloss aus dem 14. Jahrhundert ist neben der Schwanenburg in Kleve eine der beiden erhaltenen Höhenburgen am Niederrhein. Neben dem Torturm mit der markanten Haube ist nur das Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert noch gut erhalten.

Zum Hintergrund: Über 2300 Projekte hat die NRW-Stiftung bisher im Naturschutz und in der Heimat- und Kulturpflege fördern können. Im Rhein-Kreis Neuss unterstützte sie beispielsweise auch die Einrichtung des Kulturbahnhofs in Korschenbroich. Die NRW-Stiftung finanziert ihre Förderungen überwiegend aus Lotterieeinnahmen,

(NGZ/dhk)
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