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Lokalsport
Robin Weber beherrscht auch brenzlige Rennsituationen

Rhein-Kreis. Der 16 Jahre alte Sohn der Neusser Trainerin Marion Weber gilt als Jockeytalent. In Bad Harzburg gelangen ihm jetzt zwei Siege. Von Klaus Göntzsche

Eigentlich übt Toni Zimmermann in Jüchen den Beruf eines Versicherungskaufmannes aus. Zu seinen Spezialitäten zählen Versicherungen für Jockeys und schon deshalb ist er in dieser Szene bestens vernetzt. Bei der 136. Rennwoche auf dem Naturkurs von Bad Harzburg fand sich Zimmermann am Samstag plötzlich auf einem Siegerehrungsfoto wieder, obwohl er weder der Besitzer, Trainer oder der Sponsor war.

Und das kam so: Das Rennen gewann der Wallach Dome Rocket aus dem Stall der Neusser Trainerin Katja Gernreich, die nicht in den Harz gereist war. Dome Rockets Mitbesitzer Heinz-Josef Theissen hatte das Pferd im Hänger selbst in den Harz gefahren und als die Siegerehrung anstand, bat Theissen seinen alten Bekannten auf das Foto. Zimmermann: "Es wären sonst zu wenig Leute drauf gewesen."

Dome Rocket gewann nach einigen Platzierungen hochverdient und einen großen Anteil daran hatte der 16-jährige Robin Weber im Sattel. Er blieb besonnen, als ein reiterloses Pferd den Endkampf bedrohlich zu stören drohte und der Rennkommentator Sven Wissel die eher ungewöhnliche Bemerkung wagte: "Jetzt ist das reiterlose Pferd freigeschaufelt." Daran war Robin Weber maßgeblich beteiligt, der nach dem Sieg mit Genax am Eröffnungswochenende für seine Mutter Marion Weber den zweiten Sieg auf dem malerischen Kurs mit Sportplatz und Schwimmbad im Umfeld schaffte.

Robin Weber profitierte von seinen Erfahrungen der vielen Siege in den Ponyrennen mit Montini und Socks. Der Kopf blieb oben, er behielt die Übersicht und er findet im Rennen oft schnell eine gute Lage. Karrierehemmend sind allerdings die Körpergröße und das Gewicht. Am 1. August beginnt Robin eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann bei OBI.

Der nur noch im Teilerwerb den Trainerberuf ausübenden Katja Gernreich bescherte er den ersten Jahressieg. Weber eilte von Bad Harzburg am Sonntag zu den Rennen nach Erbach im Odenwald. Dort reichte es zu keinem Sieg, mit Icecube wurde er Zweiter und mit Nabakuk Vierter. Die Rennbahn in der Nähe des Schlosses Erbach führt um einen Sportplatz und die Rennen finden im Rahmen des Eulbacher Wiesenmarktes statt.

Mit drei Pferden war der Neusser Trainer Axel Kleinkorres am Dallmayr-Renntag in München-Riem präsent. Zu einem Volltreffer reichte es diesmal nicht. Die beiden Hamburger Sieger Matchwinner (Zweiter) und Mood Indigo (Vierter) mussten sich mit Plätzen begnügen, Macchivelli landete im geschlagenen Feld.

Mit mehreren Pferden plant Kleinkorres Starts am kommenden Sonntag am Tag des Henkel-Preises der Diana auf dem Düsseldorfer Grafenberg.

Quelle: NGZ
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