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Lokalsport
Rommerskirchen nutzt Dormagener Patzer

Rhein-Kreis. Weil der TSV Bayer in Mönchengladbach enttäuscht, springt die SG an die Bezirksliga-Tabellenspitze. Von Christos Pasvantis

Stillstand an der Tabellenspitze: Rommerskirchen profitiert von den Niederlagen seiner drei Konkurrenten und grüßt wieder von ganz oben. Gnadental legt in Grevenbroich los wie die Feuerwehr, Holzheim darf nach einem Befreiungsschlag kräftig durchatmen.

PSV Mönchengladbach - TSV Bayer Dormagen 1:0 (0:0). Anstatt am Samstag beim bisherigen Tabellenschlusslicht vorzulegen, zeigte der bisherige Tabellenführer seine schlechteste Saisonleistung, garniert von einem späten Gegentor und zwei Platzverweisen. "Ich bin immer noch sprachlos und sehr enttäuscht. Bis auf Arthur Rothkegel im Tor hat bei uns keiner auch nur ansatzweise zu seiner Form gefunden", wetterte Trainer Carlos Perez. Nicholas Eifler regte sich nach einem strittigen Elfmeterpfiff in der 81. Minute so auf, dass er von Schiedsrichter Daniel Jennen erst Gelb und sofort danach Gelb-Rot sah, David Goman verwandelte für die Gastgeber vom Punkt. Bek Osaj sah ebenfalls die Rote Karte, nachdem er seinen Gegner als Vogel bezeichnet haben soll. Damit war Perez alles andere als einverstanden: "Wir haben uns die Niederlage sicherlich selber zuzuschreiben. Aber der Elfmeter war ein Witz und die beiden Platzverweise waren völlig überzogen und unpassend."

Blau-Weiß Meer - SG Rommerskirchen/Gilbach 1:2 (0:1). Beinahe hätte auch "Roki" Zähler liegen gelassen, als Meers Kevin Weckop die Führung von Benedikt Hambloch (15.) zwei Minuten vor Schluss wie aus dem Nichts ausglich. Francesco Sidero gelang in der Nachspielzeit aber der Siegtreffer, der die Gäste wieder auf Rang eins bringt. "Der Sieg war verdient, wir haben allein in der zweiten Hälfte drei tausendprozentige Chancen nicht gemacht", fand Trainer Oliver Lehrbach, der gleichzeitig kein gutes Haar an den Meerern ließ: "Der Gegner wollte kein Fußball spielen, sondern war nur aufs Zerstören aus. Das war schon sehr nah an der Grenze. Ich denke nicht, dass wir diese Mannschaft in der nächsten Saison wiedersehen werden."

TuS Grevenbroich - DJK Gnadental 2:4 (1:3). Besser hätte die Rückkehr zu seinem Ex-Klub für DJK-Trainer Jörg Ferber kaum beginnen können: Ganze 15 Minuten brauchte Serkan Avgören, bis er mit einem lupenreinen Hattrick eine 3:0-Führung für die Gäste herausgeschossen hatte. "Da haben wir den TuS gut ausgekontert. Nach vorne waren wir heute richtig gut", fand Ferber. Grevenbroich erholte sich aber gut von diesem frühen Schock, Martin Hermel verkürzte per Elfmeter prompt auf 1:3, vergab seinen zweiten Strafstoß später aber. Auch Juri Fassihifar und Tim Allroggen hätten für den Anschluss sorgen können, ehe Maik Ferber auf 4:1 stellte (67.). Mehr als ein Tor von Mike Allroggen in der Nachspielzeit war danach nicht mehr drin, weswegen sich TuS-Coach André Theißen ärgerte: "Gnadental war am Anfang einfach brutal effektiv. Es hätte aber trotzdem noch etwas werden können, die Chancen dazu hatten wir auf jeden Fall. Uns bricht dadurch aber kein Zacken aus der Krone, dass wir irgendwann auch mal wieder verlieren, war uns klar." Gegenüber Ferber hat nach verkorkstem Saisonstart nun fünf der vergangenen sechs Spiele für sich entschieden und will mit dem Abstiegskampf nun nichts mehr zu tun haben: "Von unten haben wir uns ganz abgesetzt. Jetzt können wir auch mal nach oben schauen und gucken, was in den nächsten Wochen so alles möglich ist."

Sportfreunde Neuwerk - Holzheimer SG 0:3 (0:3). Wie wichtig der Auswärtsdreier in Neuwerk für die HSG war, dürfte nach zuvor zehn sieglosen Spielen in Serie klar sein. Die Anspannung, die von Trainer Guido van Schewick nach dem Abpfiff abfiel, war spürbar. "Das ist ein ganz anderes Gefühl. Wir waren von der ersten Minute an sehr wach und haben hochverdient gewonnen", fand der Coach. Thomas Müller (5.) und zweimal Pascal Schneider (17./28.) trafen für die Gäste, die damit nun fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge haben und zum ersten Mal in dieser Saison zu Null spielten. Dass Daniel Ferber sich kurz vor Schluss eine Gelb-Rote Karte einhandelte, hat dank der sinnfreien Regelung des Fußballverbandes keine Konsequenzen. Nach der spielfreien Woche ist er gegen den PSV wieder spielberechtigt.

Quelle: NGZ
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