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Sportlerin Des Monats April Vera Spanke
Ruderin ist auf dem Weg zur Weltspitze

Sportlerin Des Monats April Vera Spanke: Ruderin ist auf dem Weg zur Weltspitze
Vera Spanke macht immer eine gute Figur: Ob im Leichtgewichts-Einer, ob bei der Bootstaufe des Neusser Rudervereins oder bei der Abschlussveranstaltung zur NGZ-Sportlerwahl des Jahres, bei der sie gemeinsam mit ihrer Zweier-Partnerin Alina Stammen (rechts Bild, 2. und 3. von rechts) den zweiten Platz belegte. FOTO: B. Spanke (2)/ A. Woitschützke
Neuss. Die Neusserin hat mit Platz drei bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften für Aufsehen gesorgt. Im Leichtgewichts-Einer der Frauen übertraf sie ihre eigenen Erwartungen und darf nun auf eine Nominierung für die U23-Weltmeisterschaft hoffen. Von Hannah Nehrig

Neuss Vera Spanke ist bereits ein bekanntes Gesicht unter den Sportlern des Monats, freut sich aber jedes Mal wieder über den Titel. Nun ist sie auch in der Ruderszene kein unbeschriebenes Blatt mehr. Mit dem dritten Platz bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld im Leichtgewichts-Einer der Frauen hat sich die Athletin des Neusser Rudervereins in den Kreis der besten Leichtgewichte Deutschlands gerudert.

Dabei hatte sie mit diesem Ergebnis überhaupt nicht gerechnet. "Ich war schon mehr als zufrieden, als ich das Halbfinale erreicht hatte," sagt die 20-jährige, die sich zum Ziel gesetzt hatte, unter die besten Zwölf zu kommen, "daher bin ich ohne großen Druck und entspannt an den Start des A-Finales gegangen." Bei dem gemeinsamen Start von U23 und A-Seniorinnen lag sie nach 1000 Metern an dritter Stelle, konnte diese Position verteidigen und sicherte sich die Medaille hinter Leonie Pless aus Frankfurt und Ronja Sturm aus Brandenburg. Die Deutschen Kleinbootmeisterschaften waren auch ausschlaggebend für die Besetzung der Nationalmannschaftsboote und mit dem dritten Rang hat Spanke ein eindeutiges Zeichen gesetzt. "Ich bin so unfassbar glücklich," freut sich Spanke, "mein großer Traum von der U23 WM rückt immer näher und eventuell habe ich sogar die Möglichkeit, bei den A-Frauen zu rudern."

FOTO: B. Spanke

An diesem Wochenende fällt die Entscheidung, denn da wird der Doppelzweier und der Einer ausgerudert. "Ich gucke jetzt einfach, was passiert und mache mir nicht all zu große Erwartungen," sagt der Schützling von NRV-Trainer Christoph Stoffels. "Ich werde ziemlich sicher bei einer WM starten dürfen und das allein ist schon ein riesen Erfolg." Der Tagesablauf der Ruderin hat sich etwas gewandelt, vormittags geht sie in die Uni Düsseldorf und büffelt über den Pharmazie-Büchern, abends findet man die Dritt-Semestlerin dann im Neusser Hafenbecken. "Das Studium ist mir sehr wichtig, schließlich werde ich damit später mein Geld verdienen, aber einen Kurs habe ich jetzt streichen müssen, da es sonst mit dem Training am Abend nicht mehr geklappt hätte," sagt die Studentin, die ein sehr gutes Selbstmanagement hat. "Das, was ich mir in der Uni vornehme zu schaffen, das funktioniert auch immer gut."

Trotzdem ist das Rudern aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken, schon in ihrer Kindheit war sie am Vereinsleben des Neusser Rudervereins beteiligt, da ihre gesamte Familie dem Rudersport verbunden ist. Vater Bernhard war Studenten-Weltmeister im Doppelzweier, mit ihrer Mutter Simone saß Vera schon gemeinsam im Bundesliga-Achter der "Rheinsprinter", die jüngere Schwester Helena ist dabei, erfolgreich in ihre Fußstapfen zu treten.

FOTO: Woitschützke Andreas

Da ist es auch nicht schlimm, wenn das Studium etwas länger dauert als in Regelstudienzeit. Seit Herbst ist sie nun im Leichtgewicht unterwegs und muss ihr Gewicht für die Regatten halten. Aber auch hier zeigt sie sich souverän. "Ich habe keinen Ernährungsplan, aber natürlich kann ich nicht unkontrolliert einfach alles essen. Aber eigentlich weiß ich ganz gut, was bei mir welche Auswirkungen hat," sagt die Zweitplatzierte der NGZ- Sportlerwahl des Jahres 2016. Nun freut sie sich auf die Sommerzeit, wenn man die Sonne auf dem Wasser genießen kann. "Wind ist nie toll und Regen mag ich auch nicht so gerne," sagt die Neusserin, was jedoch keine Ausrede ist, um ihr tägliches Training ausfallen zu lassen.

Quelle: NGZ
 
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