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Lokalsport
Rudertraining unter spanischer Sonne

Neuss. Mit starkem Ergometertest qualifiziert sich Alexandra Höffgen für Nationalmannschafts-Lehrgang. Von Volker Koch

In Sevilla herrschten gestern strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 23 Grad. Ideale Bedingungen fürs Rudertraining - zumindest bessere als in den vergangenen Tagen und Wochen auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Zu den 16 Athletinnen des Deutschen Ruderverbandes, die sich seit Mittwoch in der spanischen Metropole zwei Wochen lang auf die Olympia-Qualifikation Mitte Mai auf dem Züricher Rotsee vorbereiten, gehört auch Alexandra Höffgen.

Beileibe keine Selbstverständlichkeit. "In diesem und einem weiteren Trainingslager im Frühjahr wird der Achter für die kommende Saison gebildet, dementsprechend war der Druck groß", sagt die 20 Jahre Kleinenbroicherin im Trikot des Neusser Rudervereins mit Blick auf die Testwettkämpfe am vergangenen Wochenende in Dortmund, bestehend aus einem Ergometertest und einer Langstreckenregatta über 6000 Meter. Mit den Ergebnissen war sie nur bedingt zufrieden - das lag freilich weniger an ihr als daran, dass sie im Zweier auf ihre erkrankte Standardpartnerin Charlotte Reinhardt (Dorsten) verzichten musste.

Mit der Potsdamerin Stella Bleich "lief es nicht ganz so gut zusammen, wir haben uns bei starkem Gegenwind und Regen sehr schwer getan", kommentierte sie ihren zwölften Platz in 24:57 Minuten. Dass es trotzdem zu einem Platz im Aufgebot fürs Trainingslager reichte, hatte sie vor allem ihrem starken Auftritt am Tag zuvor auf dem Ergometer zu verdanken: In 6:47,7 Minuten für die 2000 Meter war sie mit einer Zehntelsekunde Rückstand auf Constanze Duell (München) zweitschnellste Riemenruderin des DRV und steigerte ihre bisherige Bestmarke um 2,8 Sekunden.

"Damit bin ich sehr zufrieden, vor allem, weil wir noch ganz am Anfang der Saison stehen", sagt Höffgen und freut sich auf die Tage in Spanien, "auch wenn ich glaube, dass es sehr anstrengend wird." Bis zum 17. Dezember geht es um die Besetzung des Frauenachters und des bereits für Rio qualifizierten Zweiers ohne Steuerfrau.

Ebenfalls in Dortmund dabei war Vera Spanke bei den U23-Ruderinnen. Leicht erkältet, verpasste sie beim Ergometertest zwar ihre Bestzeit um zwei Sekunden, trumpfte aber auf der Langstrecke zusammen mit Sophie Baloghy (Krefeld) als Fünfte in 25:34 Minuten auf und darf sich Hoffnungen auf einen Start bei der U23-Weltmeisterschaft machen. Cosima Clotten erkämpfte sich mit Platz drei beim Langstreckentest des Ruderverbandes NRW und der Bestzeit beim Ergometertest des Landesleistungsstützpunktes (5:37 min über 1500 Meter) die Aufnahme in den D-Kader.

Quelle: NGZ
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