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Lokalsport
Rumpftruppe kämpft wenigstens

Dormagen. Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen verliert beim HSC Coburg mit 20:24. Von Volker Koch

Das beste am gestrigen 26. Spieltag der Zweiten Handball-Bundesliga waren aus Sicht des TSV Bayer Dormagen die Endergebnisse aus den anderen Hallen. Denn angesichts der eigenen, alles andere als unerwarteten 20:24-Niederlage (Halbzeit 7:11) beim Tabellendritten HSC 2000 Coburg hätte alles noch viel schlimmer kommen können für die abstiegsgefährdeten Dormagener.

Schließlich lag Schlusslicht HF Springe in seinem Gastspiel beim TV Emsdetten bis kurz vor Schluss ständig in Führung, ehe den völlig aus der Spur geratenen Emsländern - kamen am Freitagabend bei Eintracht Hagen mit 24:44 (!) unter die Räder - in der Schlusssekunde noch der Ausgleichstreffer zum 22:22 gelang. Mit einem Sieg hätte der Tabellenletzte nach Punkten zum TSV Bayer aufgeschlossen. Schließlich führte die HG Saarlouis bis in die Schlussphase hinein gegen Erstliga-Absteiger GWD Minden, ehe der Tabellenzweite wie vor einer Woche in Ferndorf die Partie noch in einen 25:23-Sieg umbog. Und der HC Empor Rostock schrammte bei der 30:31-Niederlage beim ASV Hamm auch nur hauchdünn am Punktgewinn vorbei.

So bleiben die direkten Konkurrenten wenigstens in Reichweite für die Dormagener, die vor 2576 Zuschauern in der HUK-Coburg-Arena einmal mehr daran scheiterten, dass sie das gegnerische Tor nicht trafen. Allein zwischen der 15. und 19. Minute landete das Spielgerät drei Mal am Pfosten. Die Entscheidung zugunsten des Aufstiegsanwärters, der am Freitagabend mit dem 19:22 in Aue seine fünfte Saisonniederlage hatte hinnehmen müssen, fiel innerhalb von nur vier Minuten: Aus einer 7:6-Führung der Hausherren (24.) machten Florian Billek, Adnan Harmandic, Till Riehn und noch einmal Florian Billek ein 11:6, ehe Björn Marquardt mit dem Treffer zum 7:11-Pausenstand eine sechsminütige Torflaute des TSV Bayer beendete.

Doch die nur mit acht Feldspielern angetretenen Dormagener - Jonathan Eisenkrätzer fehlte erkrankt, auf Sebastian Damm verzichtete Trainer Jörg Bohrmann "aus disziplinarischen Gründen", dafür feierte der A-Jugendliche Ian Hüter seine Zweitliga-Premiere, die der Trainer als "sehr ordentlich" einstufte - kämpften unverdrossen. Beim 18:20 durch Alexander Feld (56.) hatten sie den Anschluss wieder hergestellt, kamen aber nicht mehr näher an den HSC Coburg heran, für den Matthias Gerlich nun drei Treffer innerhalb von knapp zwei Minuten bis zum 23:19 erzielte und damit die Entscheidung herbeiführte.

"Angesichts des Rumpfkaders war das ordentlich, die Jungs haben eine starke kämpferische Leistung geboten", ordnete Bohrmann das Resultat ein. Die Deckung stand gut, auch Sven Bartmann erfüllte mit genau einem Dutzend gehaltener Bälle gestern Abend sein Soll. "Aber wir haben erneut einfach zu viele klare Chancen liegen gelassen", bemängelte Co-Trainer Tobias Plaz und dachte dabei vor allem an die Phase kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs, als die Gäste gut anderthalb Minuten in doppelter Überzahl agierten, dabei aber ohne Torerfolg blieben.

Ein Manko, dass die Dormagener tunlichst in dieser Woche abstellen sollten. Denn am Samstag (19 Uhr) stellt sich mit der HG Saarlouis einer der direkten Konkurrenten im TSV-Bayer-Sportcenter vor. Die Saarländer holten in den vergangenen zehn Spielen nur einen Sieg - beim Schlusslicht in Springe.

Quelle: NGZ
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