| 00.00 Uhr

Lokalsport
SC Kapellen droht der Knockout

Lokalsport: SC Kapellen droht der Knockout
Foto: Hubert Wilschrey FOTO: HUBERT WILSCHREY HWFotos.de
Kapellen. Jetzt geht es für den SC Kapellen wirklich ans Eingemachte. Schon ein Unent-schieden in Essen könnte den Abstieg aus der Fußball-Oberliga besiegeln. Von Dirk Sitterle

Gut möglich, dass sich in dieser Saison gleich zwei Klubs aus der höchsten Spielklasse am Niederrhein verabschieden, die seit ihrer Premiere 2012/13 ohne Unterbrechung dabei sind. Am vorletzten Spieltag stehen sowohl der SC Kapellen als im SV Hönnepel/Niedermörmter auch der Meister von 2014 auf einem Abstiegsplatz. Dieser feinen Gesellschaft gehören außerdem noch der TV Jahn Hiesfeld, Germania Ratingen, TuRU Düsseldorf und der ETB Schwarz-Weiß Essen an.

Da fügt es sich trefflich, dass der SCK am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) ausgerechnet gegen den Traditionsverein aus der Ruhrgebietsmetropole um seine wohl letzte Chance um Kampf um den Klassenverbleib kickt. Die Lage Als 16. der Tabelle muss Kapellen mit 30 Punkten (-24 Tore) sowohl den TSV Meerbusch (31 Punkte/-12 Tore) als auch den Cronenberger SC (32 Punkte/-47 Tore) ein- und überholen. Selbst SW Essen (33 Punkte/-17 Tore) wäre mit einem Erfolg am Uhlenkrug noch abzufangen.

Dass das für den SCK quasi auf den letzten Drücker tatsächlich noch klappen könnte mit der Rettung, ist so ausgeschlossen nicht, denn auf Meerbusch (spielt zu Hause gegen TuRU Düsseldorf) und Cronenberg (beim VfR Fischeln) warten am Wochenende schwere Partien. Was Kapellen Mut macht Okay, die Schützlinge von Trainer Oliver Seibert warten nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg, haben in dieser Phase nur ein Pünktchen eingebracht.

Doch zum ersten Mal seit Wochen geht es am Sonntag gegen einen Kontrahenten, der selber Druck verspürt. "Hilden, Fischeln und Düsseldorf-West konnten gegen uns ganz locker aufspielen, bei Essen ist das anders", weiß Seibert. Zudem läuft es bei Schwarz-Weiß alles andere als rund - zuletzt gingen vier Spiele in Folge verloren. Seibert freut sich auf das Match: "Ich habe noch die Flamme in mir, die ich auf die Jungs übertragen will.

Es könnte doch keinen schöneren Rahmen gaben, als am Sonntag zur besten Fußballzeit im legendären Uhlenkrugstadion zu einem Endspiel anzutreten." Was aufs Gemüt drückt Die personelle Situation beim SCK ist weiterhin angespannt: Für Andrej Hildenberg, Talha Demir und Jan Bresser ist die Saison schon gelaufen. Der rotgesperrte Stammkeeper Christopher Möllering wird wie bereits gegen West und in Hilden von Dennis Esser vertreten.

Kani Taher sollte gestern wieder in Training einsteigen, Said Harouz konnte sich nur daheim etwas mit dem Ball beschäftigen. Hinter dem Einsatz von Frederik Leufgen, für den am Sonntag beim 1:2 in Hilden wie für Harouz schon vor dem Seitenwechsel Schluss war, steht ebenfalls noch ein Fragezeichen. Lennart Ingmann ist nach mehrwöchiger Pause zurück im Mannschaftstraining. "Ihm fehlt damit einiges von dem, was wir uns im Training erarbeitet haben", ist Seibert klar, er hofft jedoch, "dass er uns mit seiner individuellen Klasse vielleicht nach hinten raus helfen kann.

" Einsatzfähig ist Marcel Koch. Tücken des Amateurfußballs Dimitrios Ballis, gebunden an den Terminplan seiner als Ärztin arbeitenden Partnerin, ist zu einem Kurzurlaub nach Griechenland aufgebrochen, fehlte darum unter der Woche im Training. "Optimal ist das natürlich nicht", sagt der Coach, "aber so ist das nun mal im Amateurfußball." Seibert selber war in der Hinrunde nur einen Tag nach seiner Hochzeit mit dem Auto in acht Stunden vom Tegernsee nach Dinslaken gedüst, um dem SCK in der Partie beim TV Jahn Hiesfeld pünktlich zum Anpfiff als Ersatztorhüter zur Verfügung zu stehen.

"Aber diese Spezies stirbt aus", befürchtet er. Zum Personal Ballis hat seinen Vertrag verlängert. Andrej Hildenberg wird den Verein dagegen wie Oguz Ayan (zurück zum 1. FC Mönchengladbach) verlassen. Aus der Bremen-Liga stößt Kilian Lammers (22) zum SCK. Der 198 Zentimeter große und knapp 100 Kilogramm schwere Stürmer war im Trikot des Blumenthaler SV stets für zehn bis 15 Tore pro Saison gut.

Seibert: "Er hat uns im Probetraining überzeugt." Darüber hinaus, so der junge Coach weiter, stehe der Verein in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem erfahrenen Stürmer. "Ich hoffe, wir können bald Vollzug melden."

Quelle: NGZ
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: SC Kapellen droht der Knockout


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.