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SC Kapellen ist längst noch nicht satt

Lokalsport: SC Kapellen ist längst noch nicht satt
Lufthoheit: Frederik Leufgen klärt im Match gegen Meerbusch per Kopf, Dalibor Cvetkovic sichert ab - gemeinsam sind die beiden Abwehrspieler mit dem SC Kapellen nun schon seit sechs Partien ohne Niederlage. FOTO: Hubert Wilschrey
Kapellen. Der Fußball-Oberligist von der Erft reist morgen Nachmittag als zweitbeste Offensiv-Mannschaft nach Ratingen. Von Dirk Sitterle

Na klar, schon die 2003 verstorbene Trainerlegende Alfred "Adi" Preißler wusste: "Grau is alle Theorie - entscheidend is auf'm Platz!" Doch auch das zur Verfügung stehende Zahlenwerk macht die bislang so erfolgreiche Saison des Fußball-Oberligisten SC Kapellen deutlich: Die von Frank Mitschkowski trainierten Jungs sind mit 31 Treffern hinter Spitzenreiter Wuppertaler SV (40) das zweitbeste Offensiv-Team der Liga. Zwar sorgen die rekordverdächtigen acht Unentschieden nicht für ungetrübte Freude, sind am Niederrhein jedoch ebenso Spitze wie die noch laufende Serie von sechs Spielen ohne Niederlage in Folge.

Selbst der nicht unbedingt zum Überschwang neigende Coach ist schier begeistert vom Auftreten seiner Kicker: "Erst drei Niederlagen - wenn mir das vor der Saison einer gesagt hätte, hätte ich den zum Arzt geschickt." Der war in dieser Saison beim SCK zwar schon häufig im Einsatz, doch das hatte ausschließlich verletzungstechnische Gründe. So fallen morgen im Match bei Ratingen 04/19 - Anstoß auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Keramag am Götschenbeck ist um 14.15 Uhr - Marcel Koch und Lennart Ingmann aus. Für beide ist die Hinrunde bereits beendet. Fehlen werden auch Dalibor Cvetkovic, dessen heißer verbaler Disput mit Semir Purisevic im Kabinengang nach Kapellens ansonsten berauschendem 4:2-Erfolg am Sonntag über den TSV Meerbusch ihm ein unschönes Date mit der Spruchkammer beschert, und der noch bis einschließlich morgen gesperrte Georg Madatsidis.

Ausfälle, die das Team treffen und im Fall von Dalibor Cvetkovic sogar umfangreiche Umbauarbeiten am Kader nötig machen könnten. Entscheidet sich Mitschkowski nämlich dafür, den zuverlässigen Defensivarbeiter nicht 1:1 durch den aus einer langen Pause kommenden Tim Rubink (Leistenbruch) zu ersetzen, sondern stattdessen Frederik Leufgen aus dem Mittelfeld in die Viererkette vor Torhüter Christopher Möllering zu beordern, würde Benni Schütz auf die Sechser-Position rutschen und Ede Ungefug, der gegen Meerbusch mit seinem Tor zum 4:1 als Joker stach, von Anfang an in die Spitze gehen. Ganz gleich, wie sich der Trainer entscheidet, verlieren kann er eigentlich nicht. "Denn wer auch immer in die Bresche springt, das haben die bisherigen Spiele gezeigt, einen Qualitätsverlust gibt es nicht." Gegen Ratingen muss das Kollektiv funktionieren, stehen die Germanen, die als Zehnte nur zwei Punkte weniger auf ihrem Konto haben als Kapellen, doch seit Jahren für gepflegten und vor allem erfolgreichen Oberliga-Fußball.

Vor dem "guten Finish" von Torjäger Daniel Keita-Ruel (sieben Treffer) hat Mitschkowski ebenso großen Respekt wie vor den Fähigkeiten des "handlungsschnellen" Yusuf Keser im zentralen Mittelfeld. Darüber hinaus schätzt der Trainer die Ratinger als "gut geführten Verein", in dem sein "sympathischer" Kollege Peter Radojewski gute Arbeit leiste. Nichtsdestotrotz würde er nur allzu gerne noch ein wenig länger auf der Erfolgswelle reiten, "dann könnten wir in Ruhe Weihnachten feiern." Bereits jetzt hat der SCK vier Punkte mehr gesammelt als in der gesamten Hinrunde der Vorsaison.

Quelle: NGZ
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