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SC Kapellen kämpft um seine Chance

Lokalsport: SC Kapellen kämpft um seine Chance
David Dygacz (r.), der hier die Düsseldorfer Dennis Schreuers und Simon Deuß (v.l.) kontrolliert, tat dem Spiel des SCK mit seinem Elan gut. FOTO: ANJA TINTER
Kapellen. Nötig wäre ein Sieg gewesen, doch auch nach dem 2:2 gegen den SC Düsseldorf-West ist der SCK noch nicht raus aus dem Abstiegsgeschäft in der Fußball-Oberliga. Der hart erstrittene Punkt beendet eine Serie von vier Niederlagen in Folge. Von Dirk Sitterle

Na klar, der mit dem 2:2-Unentschieden (Halbzeit 1:1) gegen den SC Düsseldorf-West erkämpfte Punkt ist für den SC Kapellen im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga zu wenig. Immerhin, in Verbindung mit dem 3:3 der Konkurrenten Cronenberger SC und TSV Meerbusch im direkten Duell, lässt das Ergebnis die Truppe von Trainer Oliver Seibert (sportlich) am Leben - drei Spieltage vor Saisonschluss bleibt es beim überschaubaren Abstand von zwei Punkten aufs rettende Ufer.

Nicht nur diese Erkenntnis ließ den jungen Coach unmittelbar nach dem Schlusspfiff zuversichtlich in die nähere Zukunft blicken. Wie schon beim 3:4 am Mittwoch im Drama gegen Fischeln zeigten seine Jungs den Willen, ans Limit und zur Not auch darüber hinaus zu gehen. "Wenn die Mannschaft so auftritt, wird sie mit mir nie Probleme bekommen", stellte er fest. Vor allem über weite Strecken der ersten Hälfte trat der mit der Hypothek von vier Niederlagen in Folge angetretene SCK keineswegs wie ein Abstiegskandidat auf. "Wir haben das Spiel bestimmt, waren mutig, aber dabei kontrolliert", lobte Seibert seine Elf, die mit David Dygacz an der Seite von Kapitän Tim Rubink im Innenblock deutlich abwehrstärker wirkte. Das große Manko: Aufwand und Ertrag standen in keinem guten Verhältnis. Frederik Leufgen, Shota Arai und Manou Ioannidis hätten bereits in der ersten Viertelstunde treffen können, ja müssen. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe der starke Dimitrios Balis, der den Ball zuvor aus 25 Metern an den Pfosten gehämmert hatte (15.), endlich der überfällige Führungstreffer gelang: Nach einem weiten Einwurf vom Marcel Koch setzte der Grieche das über Umwege zu ihm gelangte Leder volley ins Netz. Danach lockerten die Gastgeber den Druck auf den Gegner - und wurden prompt eiskalt erwischt. Mitten in die schöpferische Pause platzte der Ausgleich der Oberkasseler, die Glück hatten, dass der von seinen Assistenten Philipp Langer und Christian Breßer nicht nur in dieser Szene schlichtweg im Stich gelassene Schiedsrichter Okan Uyma nach einer Notbremse gegen Arai Gnade vor Recht ergehen ließ. Nach einer Ecke von Fabio Forster setzte Marcel Ewertz die nicht energisch genug aus der Gefahrenzone beförderte Kugel in die Maschen. Pech für Dennis Esser, den Seibert nach der Roten Karte gegen Stammkeeper Christopher Möllering aus der Bezirksliga-Vertretung angefordert hatte.

Dass Andrej Hildenberg im Gegenzug nicht sofort mit Kapellens zweitem Tor antwortete, passt zur Saison des SCK, der sich jedes Erfolgserlebnis hart erkämpfen muss. Die Dominanz der Erft-Kicker war dahin - und dann kam es noch übler: Leufgen leistete sich im Spielaufbau einen kapitalen Bock, den Fabian Stutz mit einem Pass auf den durchgestarteten Dennis Ordelheide bestrafte. Und weil es weder Rubink noch dem nach der Saison wohl zum VfR Fischeln zurückkehrenden Marcel Lüft gelang, den flinken Düsseldorfer Stürmer zu stellen, schoss er die Gäste mit 2:1 in Führung (59.).

Doch wie schon gegen Fischeln zeigte der SCK Nehmerqualitäten: Hildenberg, obwohl von West-Keeper Sebastian Siebenbach (straffrei!) förmlich ausgeknockt, arbeitete den Ball nach einer Hereingabe von Mark Schiffer, der kurz darauf sogar den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, zum 2:2 (85.) über die Linie. Dass es Uyma trotz mehrerer Verletzungsunterbrechungen bei einer Nachspielzeit von 45 Sekunden beließ, passte zum schwachen Vortrag des Schiedsrichtergespanns.

Quelle: NGZ
 
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