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Lokalsport
SC Kapellen lässt zu viele Chancen aus

Lokalsport: SC Kapellen lässt zu viele Chancen aus
Immer feste druff: Kapellens Talha Demir versuchte es gestern erfreulich oft mit Schüssen aus der Distanz. Nicht immer vermochte dies Meerbuschs Abwehrchef Stefan Galster zu verhindern. FOTO: Lothar Berns
Kapellen. Beim 1:1-Unentschieden gegen den als siegloses Schlusslicht angetretenen Lokalrivalen TSV Meerbusch wird dem Fußball-Oberligisten von der Erft ein einwandfreies Tor aberkannt. Zweimal klatscht der Ball nur ans Aluminium. Von Dirk Sitterle

So richtig voran geht es beim Fußball-Oberligisten SC Kapellen im Moment nicht - auf zwei Niederlagen folgte gestern mit dem 1:1 (Halbzeit 1:0) im Rhein-Kreis-Duell mit dem TSV Meerbusch bereits das zweite Unentschieden in Folge. Doch nach der vierten Partie ohne Sieg hintereinander ging Trainer Toni Molina mit einem Lächeln vom Platz. Immerhin hatte seine personell schon wieder stark eingeschränkte Mannschaft Zählbares aufs Konto gebracht. "Und damit bin ich zufrieden", sagte der Coach.

Eigentlich hätten es auch gut drei Zähler werden können, wenn der SCK, der bis auf Oguz Ayhan (für ihn rückte Kapitän Tim Rubink zurück in die erste Elf) mit der gleichen Truppe wie beim 0:0 in Hiesfeld auflief, nur etwas konsequenter im Verwerten seiner Torchancen gewesen wäre. Dabei ließ sich das Match prächtig an für die Gastgeber: Nach überstandener Schrecksekunde mit einer Doppelmöglichkeit für Sergen Sezen und Christoph Caspari, dessen von Tim Rubink leicht abgefälschter Schuss an den Außenpfosten klatschte (3.), ging Kapellen in Führung. Nach einer Flanke von Robert Wilschrey stiftete Can Yücel im Fünfmeteraum genug Verwirrung, dass Talha Demir abstauben konnte (7.). Während die Gäste, deren Verletztenliste sich gestern durch die Ausfälle von Kwadwo Amoako (15.) und Stefan Galster (48.) noch verlängerte, danach bis zur Halbzeitpause durch Dennis Schmidt (20.) nur noch einmal gefährlich vor SCK-Keeper Christopher Möllering auftauchten, arbeitete Kapellen vor allem mit dem schussfreudigen Demir (13./30.), aber auch mit Rubink (28.) am zweiten Tor. "Wir hatten Glück, dass wir mit dem knappen Rückstand in die Pause gehen durften", gab Meerbuschs Sportlicher Leiter Christoph Peters zu. Die zweite Hälfte begann mit einer krassen Fehlentscheidung des eigentlich gar nicht so schlechten Schiedsrichters Lukas Luthe aus Essen: Nach einer Ecke von Can Yücel wuchtete Marcel Koch die Kugel per Kopf ins Netz. Warum Luthe diesem Treffer die Anerkennung verweigerte, war für Molina ein Rätsel: "Ein klares Tor", stellte er fest. Selbst Peters vermochte sich die Entscheidung nicht zu erklären. "Eine Behinderung des Torwarts lag nicht vor." Nur kurz darauf traf Manu Ioannidis den Pfosten (49.). Dass Schmidt für den als siegloses Schlusslicht angereisten TSV wenig später per Kopf zum 1:1 einnetzte (55.), war indes verdient, denn im zweiten Abschnitt entfachten die fast schon penetrant motivierten, aber viel zu hektisch agierenden Gäste ein großes Angriffsfeuer. Die besseren Gelegenheiten erspielten sich jedoch weiterhin die Hausherren: Andrej Hildenberg, der nach seiner Lungen-OP wohl doch länger brauchen dürfte, um in Form zu kommen, brachte aus günstiger Position gleich zweimal nur harmlose Schüsschen zustande (61./73.). Unbedingt erfolgreich abschließen müssen hätte neun Minuten vor dem Ende Marco Czempik. Doch sein aus zehn Metern abgefeuerter Ball knallte an die Unterkante der Latte und von da vor die Torlinie. "Wenn da Lenny gestanden hätte ..", haderte Molina. Wie schon in Hiesfeld fehlte dem SCK der am Sprunggelenk verletzte Lennart Ingmann an allen Ecken und Enden.

Aber Molina wollte das Spiel mit einem positiven Fazit archivieren. Darum schloss er: "Mit dem Punkt können wir ganz gut leben."

Quelle: NGZ
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