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Lokalsport
SC Kapellen prüft heute Abend den Spitzenreiter

Rhein-Kreis. Fußball-Landesliga: Gastgeber Nettetal ist noch ungeschlagen. VdS Nievenheim muss beim Tabellenzweiten Velbert 'ran.

Zwei Punkte trennen den SC Kapellen aktuell von der Tabellenspitze in der Landesliga. Heute Abend besteht im Spiel bei Union Nettetal (Anstoß um 19.30) die große Chance, mindestens auf Rang zwei zu springen. Dass ein Sieg gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter jedoch alles andere als einfach wird, weiß auch Coach Oliver Seibert: "Nettetal hat mit Andreas Schwan einen absoluten Fachmann als Trainer. Er hat vergangene Saison schon gezeigt, dass er eine tolle Truppe formen kann. Sie spielen unfassbar kompakt, schalten schnell um und haben mit Andreas Kus vorne drin hohe Qualität", findet Seibert nur lobende Worte für den Kontrahenten, den er schon vor der Saison mit in der oberen Tabellenregion erwartet hat.

Doch ein Blick auf den Spielplan rückt die zehn Nettetaler Punkte in ein etwas anderes Licht: Mit Benrath, Remscheid, Meerbusch II und Amern war noch kein harter Brocken zu bespielen. Dies ändert sich heute gegen Kapellen. Der SCK kickte bereits gegen die Top-Teams aus Velbert und Meerbusch und musste zudem am vergangenen Wochenende im Niederrheinpokal gegen den Oberligisten VfB Homberg ran. Trotz der 0:1-Pleite machte dieser Auftritt Mut: "Wir hätten das Ding gewinnen müssen. Wenn wir zur Pause 2:0 führen, darf sich keiner beschweren. Der einzige Vorteil an der Knappheit der Niederlage war, dass wir nicht noch in die Verlängerung mussten", so Seibert mit einem Blick auf das happige Auftaktprogramm.

Klar ist: Sollte Kapellen, dass auf den gesperrten Derman Disbudak verzichten muss, gewinnen, winkt eventuell sogar die Tabellenführung. "Fußball ist ein tolles Geschäft. Wenn wir siegen, haben wir elf von 15 Punkten geholt. Dann sagen alle, dass wir super in der Liga angekommen sind. Wenn wir aber verlieren, guckt keiner auf unser bisheriges Pensum und es heißt, wir werden uns im Mittelfeld der Landesliga einsortieren. Es ist entweder himmelhochjauchzend oder düster," weiß Seibert die Lage richtig einzuschätzen.

Obwohl der VdS Nievenheim den Einzug in den Niederrheinpokal in der vergangenen Saison verpasste, müssen die Grün-Weißen ebenfalls heute (Anstoß um 19.30) auswärts ran. Grund hierfür ist, dass es gegen den SC Velbert geht. Dieser flog am Sonntag gegen den Oberligisten Ratingen 04/19 zwar aus dem Pokal, zeigte bei der 1:2-Niederlage aber erneut, was für Qualität im Team steckt. Schnelles Umschaltspiel und ein klar erkennbarer Plan zeichnen den aktuellen Tabellenzweiten. Andre Adomat als Fels in der Brandung in der Defensive, Marcel Lange und Pier Schulz im Mittelfeld, Ahmet Kizilisik und Robin Hilger im Sturm - im Kader des SC haben alle schon ihre Fähigkeiten bewiesen.

Der VdS Nievenheim geht somit heute Abend trotz der längeren Erholungspause als Außenseiter ins Rennen und hat schlechte Erinnerungen an den Kontrahenten. In den vergangenen beiden Spielzeiten setzte es immer deutliche Pleiten. Die Bilanz aus den jüngsten vier Spielen: 3:15 Tore! Der letzte Erfolg gegen Velbert gelang in der Saison 2013/2014.

Dennoch sind die Grün-Weißen nicht zu unterschätzen. Denn obwohl bereits neun Spieler aushelfen mussten, die eigentlich für die Zweitvertretung in der Kreisliga A eingeplant waren, hat Nievenheim bereits sieben Punkte auf der Habenseite. Marvin Krumnack hat gar so einen guten Eindruck hinterlassen, dass er sich in der Erstvertretung festgespielt haben dürfte. Was dem VdS noch fehlt, ist die Konstanz. Nach starken Partien folgte bisher immer eine schwache. Dies darf gegen Velbert nicht passieren, sonst könnte es böse enden...

(pr-)
 
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