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SC Kapellen tritt beim Topfavoriten an

Lokalsport: SC Kapellen tritt beim Topfavoriten an
In der vergangenen Saison verloren Marcel Koch (l.) und Freddy Leufgen in Uerdingen (noch mit Mohamadou Idrissou/Nummer 33) mit 0:3. FOTO: Hubert Wilschrey
Kapellen. Schon ein Punktgewinn beim KFC Uerdingen wäre für den Fußball-Oberligisten morgen eine faustdicke Überraschung. Von Dirk Sitterle

Den Dienstag nutzte Trainer Toni Molina, um den missratenen Auftritt des SC Kapellen vom vorangegangenen Sonntag in Ratingen aufzuarbeiten. Trotz der bitteren 0:5-Packung des Fußball-Oberligisten wollte er die Leistung nicht in Bausch und Bogen verdammen. "Wir hatten keine schlechte Spielanlage", möchte er unbedingt festgehalten wissen. "Das hat mir hinterher auch Taskin Aksoy von Fortuna Düsseldorfs Regionalliga-Mannschaft bestätigt."Und er fragt: "Was wäre wohl passiert, wenn wir das 1:0 gemacht hätten?"

Aber natürlich waren Molina darüber hinaus die gravierenden Defizite nicht verborgen geblieben: "Es fehlte der konsequente Abschluss und damit letztlich die Mittel, Ratingen in Verlegenheit zu bringen." Und damit hakt er das Match erst mal ab, schließlich wartet morgen Nachmittag im Grotenburg-Stadion mit der Partie beim hochfavorisierten KFC Uerdingen (Anstoß 15 Uhr) schon der nächste Hammer. Obwohl sich die personelle Lage verschlechtert hat - Robert Wilschrey fällt mit einem Muskelfaserriss für mindestens eine Woche aus, Marco Czempik, der von den neuen Kickern bislang mit Abstand den besten Eindruck gemacht hat, ist von einer Innenbanddehnung im Knie gehandicapt -, guckt der Coach mutig nach vorne. Sein Wunschszenario für die anstehenden Auswärtsspiele in Uerdingen und bei TuRU Düsseldorf am 4. September: "Drei Punkte aus den nächsten beiden Spielen würde ich sofort unterschreiben. Zwei wären auch in Ordnung. Das hieße dann, dass wir zweimal nicht verloren hätten. Und das wäre gut für die Stimmung."

Sollte in Uerdingen etwas Zählbares herausspringen, wäre das freilich eine faustdicke Überraschung, denn die mit sieben von neun möglichen Punkten gut gestarteten Krefelder zählen (nicht nur) für Molina gemeinsam mit Velbert zu den ersten Kandidaten auf den Titel.

Dass im Kader diesmal keine Superstars wie Mohamadou Idrissou oder Aílton stehen, sieht Kapellens Coach sogar als Vorteil: "Die haben in diesem Jahr eine gute Mischung." Zum einen gestandene Oberliga-Kräfte wie Philipp Goris (44 Tore für Bocholt und RW Oberhausen II) und Danny Rankl, der seit der Saison 2010/2011 im Schnitt für 15,1 Treffer gut ist. Zum anderen hat Molina im Kader der Gastgeber neben Ex-Zweitliga-Profi Timo Achenbach echte Juwelen ausgemacht: "Pascale Talarski war schon als Jugendlicher beim MSV Duisburg einer meiner Lieblingsspieler - das ist ein außergewöhnlicher Zocker." Der 22-Jährige wechselte vom Regionalligisten Schalke 04 II zum KFC.

Den gleichen Weg ging Tanju Öztürk. Der 27-Jährige besetzte in der U23 von Königsblau einen der raren Kaderplätze für ältere Spieler. Für Molina ein echter Vertrauensbeweis: "Das sagt alles über seine Führungsqualitäten aus." Der größte Gewinn für den Verein, fügt er hinzu, sei jedoch Trainer André Pawlak, "denn im Gegensatz zu seinen Vorgängern, sicher auch alles gute Leute, kennt er die Oberliga." Zudem weiß der 45-Jährige, wie Aufstieg geht, führt er in der Saison 2014/2015 doch bereits die SSVg Velbert in die Regionalliga West.

Verzichten muss er morgen auf Charles Takyi (Adduktoren-Abriss), für den das Spieljahr 2016 bereits beendet ist. Auch die Stammspieler Pascal Schmidt (Kniescheibe rausgesprungen) und Vincent Wagner (Adduktorenzerrung) fallen aus.

Quelle: NGZ
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