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Lokalsport
SC Kapellen trotzt WSV

Kapellen. Die als Außenseiter zum Tabellenführer Wuppertaler SV angereisten Oberliga-Fußballer des SC Kapellen verlieren nach starkem Auftritt 0:1. Von Dirk Sitterle

Gaetano Manno wird aktuell ein Marktwert von 100.000 Euro bescheinigt (Quelle: transfermarkt.de). Darum war es irgendwie auch logisch, dass dem seit dieser Saison in Diensten des Wuppertaler SV stehende Ex-Profi gestern der 1:0-Siegtreffer für den Tabellenführer der Fußball-Oberliga gegen den SC Kapellen gelang. Trotzdem durfte SCK-Trainer Frank Mitschkowski auf der anschließenden Pressekonferenz unwidersprochen feststellen: "Die bessere Mannschaft hat heute verloren."

Dabei galt es für die als Außenseiter ins Stadion am Zoo gereisten Gäste schon in der Anfangsphase der Partie, einen schweren Rückschlag zu verdauen. Denn in Benny Schütz musste ihr mit sieben Treffern bester Torschütze schon in der 14. Minute verletzt raus. Die im Abschlusstraining am Freitag erlittene Knieprellung zwang ihn auf die Bank. Der beim 3:1 gegen SW Essen in der Vorwoche überragende Lennart Ingmann fehlte erkältet ganz. Für Schütz kam Dalibor Cvetkovic ins Match, für ihn rückte Frederik Leufgen aus der Innenverteidigung als zweiter Sechser an die Seite von Kani Taher. Obwohl weitere Kapellener gesundheitlich angeschlagen in Spiel gegangen waren, bestimmten die Gäste die Begegnung, erarbeiteten sich im ersten Abschnitt durch Keisuke Ota, Kani Taher und Marcel Lüft mehr als brauchbare Möglichkeiten. Keeper Christopher Möllering hatte derweil so gut wie nichts zu tun. "In der ersten Hälfte musste Mölle nur einen Ball mit der Faust abwehren", sagte der Coach. Auch nach dem Seitenwechsel ließ der SCK nicht nach und geriet, wenn überhaupt, nur bei Standardsituationen in Bedrängnis. Als Goalgetter Marvin Ellmann in der 65. Minute zum Kopfball ansetzte, sah Kapellens Trainer "die erste Wuppertaler Torchance". Die Erftstädter spielten jedoch auch danach weiter mutig nach vorne, ließen durch Shota Arai, Andrej Hildenberg und George Madatsidis indes gute Möglichkeiten aus. Das rächte sich bitter: Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung nutzte Manno die entstandene Lücke im Deckungsverbund, um das Leder an Möllering vorbei ins lange Eck zu schieben (79.). Mitschkowski stellte daraufhin in der Verteidigung auf Dreierkette um und gab dem WSV damit zwangsläufig Raum, um zu kontern. Ein weiterer Treffer gelang dem turmhoch favorisierten ehemaligen Bundesligisten aber nicht mehr.

Natürlich trauerte Mitschkowski dem verlorenen Punkt nach, hatte am Vortrag seiner Schützlinge ansonsten allerdings wenig auszusetzen. "Die Leistung war absolut in Ordnung."

Quelle: NGZ
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