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Nachruf
Schiedsrichterin aus Leidenschaft

Neuss. Grevenbroich (-vk) Mit 19 Jahren griff sie erstmals zur Pfeife, und sie hat sie erst aus der Hand gelegt, als ihre angegriffene Gesundheit keinen Einsatz mehr zuließ. Ute Conen war Hockey-Schiedsrichterin aus Leidenschaft - jetzt ist die Grevenbroicherin knapp einen Monat vor ihrem 54. Geburtstag nach langer Krankheit verstorben. "Wir werden uns immer an Ute Conen als engagierte, aufrichtige und unermüdliche Kämpferin für bessere Strukturen im Schiedsrichterwesen sowie als jahrzehntelange vorbildhafte Repräsentantin des Schiedsrichterwesens erinnern", schreibt das Präsidium des Westdeutschen Hockeyverbandes im seinem Nachruf.

Die Lehrerin für Erdkunde und Sport, die in Neukirchen lebte und für den Düsseldorfer HC pfiff, wurde als bisher einzige Deutsche mit der "Golden Whistle" des Welt-Hockeyverbandes ausgezeichnet. Sie hat mehr als 160 Länderspiele geleitet, war bei drei Olympischen Spielen (2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking) und drei Hockey-Weltmeisterschaften im Einsatz. In Athen leitete sie das "kleine Finale" um die Bronzemedaille, vier Jahre später in Peking kam sie im Endspiel als Videoschiedsrichterin zum Einsatz. Neben ihrer Tätigkeit auf dem Platz war sie von 2002 bis 2007 Schiedsrichterobfrau im Westdeutschen Hockey-Verband, wobei ihr der Nachwuchs besonders am Herzen lag. Für ihre Verdienste wurde Ute Conen 2013 mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Quelle: NGZ
 
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