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Schwimm-Stützpunkt bleibt in Neuss

Lokalsport: Schwimm-Stützpunkt bleibt in Neuss
Jetzt ist es amtlich: Neuss bleibt Landesleistungsstützpunkt im Schwimmen. NRW-Leistungssportreferent Peter Freyer überbrachte NSV-Chef Siegfried Willecke (v.l.) Urkunde und Türschild. FOTO: - woi
Neuss. Trotz guter Nachwuchsarbeit bereitet die Bäderzukunft dem Neusser Schwimmverein Sorgen. Von Volker Koch

Siegfried Willecke ist stolz. Darauf, dass der Neusser Schwimmverein, den er seit 18 Jahren als Vorsitzender führt, in Aaron Schmidt (17) wieder ein Talent im C-Kader des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) hat. Und darauf, dass die gute Nachwuchsarbeit des Vereins, die einst auch einen Thomas Rupprath bis aufs Podium der Olympischen Spiele brachte, dazu führte, dass der NSV vom nordrhein-westfälischen Schwimmverband wieder als einer von elf Landesleistungsstützpunkten anerkannt wurde.

Leistungssportreferent Peter Freyer überbrachte am Wochenende Urkunde und entsprechendes Türschild für das Vereinsdomizil am Nordparkbad. Der Status ist bis zum 31. Dezember 2020 gesichert. Trotzdem macht sich Siegfried Willecke Sorgen. Grund ist ein Umstand, der den Neusser Schwimmern inner- und außerhalb des Vereins eigentlich Freude bereiten müsste: die geplante Sanierung des Stadtbades an der Hafenstraße. "Natürlich ist das vom Grundsatz her gut", sagt Willecke, im Hauptberuf Geschäftsführer des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss (KSB). . Doch er stellt (sich) die Frage: "Was passiert während der Umbauarbeiten? Wenn das Bad zwei, drei Jahre geschlossen bleibt und wir keine Ausweichmöglichkeit haben, ist das das Ende des Leistungssports."

Was für den Neusser Schwimmverein fatal wäre, "züchtet" er doch gerade in Aaron Schmidt - der 17-Jährige war Anfang August bei den in Marseille ausgetragenen Junioren-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen als 16. über 7,5 Kilometer (1:23,26 Stunden) bester Deutscher - und dem drei Jahre jüngeren Cedric Büssing potenzielle Nachfolger eines Thomas Rupprath oder eines Philip Lücker heran, der im vergangenen Jahr seine vielversprechende Karriere allzu früh beendete. Und guten Nachwuchs kann der in der Krise steckende Deutsche Schwimm-Verband - Cheftrainer Henning Lambertz, der seine Laufbahn in Neuss begann, steht im Kreuzfeuer der Kritik - wahrlich gut gebrauchen. "Die Landesleistungsstützpunkte spielen dabei eine wichtige Rolle als Zulieferer", weiß Willecke. Eine Antwort auf seinen im Frühjahr geäußerten Vorschlag, während der Sanierungsphase das Fünfzig-Meterbecken des Südbades mit einer (ohnehin im städtischen Besitz befindlichen) Traglufthalle zu überdachen, um dort ein ganzjähriges Training zu ermöglichen, hat er bislang noch nicht erhalten.

Quelle: NGZ
 
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