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SCK hat seine Wunden geleckt - und fasst Mut

Lokalsport: SCK hat seine Wunden geleckt - und fasst Mut
Energiebündel: An einem Kämpfer wie Robert Wilschrey (l.) können sich die SCK-Spieler orientieren. FOTO: Hubert Wilschrey
Kapellen. Im zweiten Match der "englischen Woche" empfängt der Fußball-Oberligist heute Abend (19.30 Uhr) den SV Hönnepel/Niedermörmter. Von Dirk Sitterle

Na klar, die 1:2-Pleite in Hilden hat den Kickern des Oberligisten SC Kapellen wehgetan, denn trotz insgesamt unbefriedigender Leitung wäre schon alleine aufgrund der Vielzahl hochkarätigster Torchancen ein weitaus besseres Ergebnis möglich gewesen. Vor dem Heimspiel heute Abend (Anstoß 19.30 Uhr) gegen den SV Hönnepel/Niedermörmter hat Trainer Frank Mitschkowski seine Jungs darum erst mal ihre Wunden lecken lassen: "Natürlich fehlte uns im letzten Drittel die Ruhe, aber von der Körpersprache her war das schon ganz in Ordnung."

Noch immer ist er überzeugt, dass die Partie einen völlig anderen Verlauf genommen hätte, hätte Ede Ungefug in der 36. Minute seine Riesenmöglichkeit zum Führungstreffer genutzt. "Das wäre der Dosenöffner gewesen." Dass seine bemühten, aber im Abschluss glücklosen Schützlinge ihr spielerisches Potenzial zu lange hatten brachliegen lassen, nahm er ihnen noch nicht mal krumm: "Ja, das waren verschenkte Punkte, doch auf diesem Kunstrasen war es wirklich schwer für sie. Das ist kein Fußballplatz, sondern ein geflickter Teppich." Nichtsdestotrotz hätte er sich von seiner neben Ungefug noch mit Keisuke Ota, George Madatsidis und Shota Arai besetzten Offensivabteilung mehr Präsenz gewünscht. "Sie haben sich ein bisschen versteckt."

Dass Madatsidis heute Abend fehlen wird, liegt jedoch nicht an seiner Vorstellung in Hilden. Der dynamische Stürmer, seit Sonntag 23, hat von seiner Schwester zum Geburtstag einen einwöchigen Griechenland-Urlaub geschenkt bekommen, den er sofort antrat. Bei seinem Trainer hat das natürlich Begeisterung ausgelöst ("Georges Schwester hat wohl gar nichts mit Fußball am Hut."), zumal er demnächst neben den verletzten Simon Kohlen, David Dygacz und Bruno Ferreira auf weitere Spieler verzichten muss: Tim Rubink, eigentlich als ruhender Pol in der Verteidigung eingeplant, will sich bis zu seiner Leisten-OP am 9. September irgendwie durchbeißen, der in Hilden bärenstarke Kani Taher ist vom 31. August bis zum 9. September für die Nationalmannschaft Afghanistans in Sachen WM-Qualifikation im Einsatz. Darum ist der Coach froh, dass sich die angeschlagenen Robert Wilschrey und Marcel Koch ebenso zurückgemeldet haben wie der am Sonntag wegen einer Magen-Darm-Grippe fehlende Dalibor Cvetkovic. Dazu baut er weiter auf die Neuen: "Jungs wie Keisuke Ota, Shota Arai, Tako Morita, aber auch Marcel Lüft werden uns noch viel Freude bereiten."

Die hatte am Sonntag auch der SV Hönnepel/Niedermörmter, kam die Elf von Trainerfuchs Georg Mewes doch gegen den mit Ex-Profis besetzten Wuppertaler SV spät zum 1:1-Ausgleich. Der Meister von 2014, dessen Auftaktpartie bei SW Essen auf den 9. September verschoben worden war, ist personell immer noch erstklassig bestückt. Mitschkowski: "Mein Kollege stapelt ja gerne tief, aber nach diesem Ergebnis weiß jeder, wie stark seine Mannschaft ist."

Quelle: NGZ
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