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Lokalsport
SCK kickt endlich mal wieder im Erftstadion

Kapellen. Nach drei Auswärtsspielen in Folge empfangen die Oberliga-Fußballer des SC Kapellen morgen Nachmittag den Aufsteiger VfB Homberg. Von Dirk Sitterle

Lang hat's gedauert. Am 17. August (2. Spieltag) bestritt Fußball-Oberligist SC Kapellen sein bislang letztes und einziges Heimspiel in dieser Saison und schlug den Neuling Cronenberger SC in überzeugender Manier mit 4:0. Danach ging es dreimal in Folge in die Fremde - mit mäßigem Erfolg: In Ratingen (0:5) und Uerdingen (0:4) setzte es wie schon zum Start in Velbert (0:2) deutliche Niederlagen, am vergangenen Sonntag sprang als Gast der TuRU Düsseldorf immerhin ein 1:1 heraus. Vier Punkte aus fünf Partien reichen in der Tabelle nur zu Rang 14, was die Jungs aus dem Erftstadion vor dem Gastspiel des VfB Homberg morgen Nachmittag (Anstoß 15 Uhr) schon ein wenig in Zugzwang bringt.

Trainer Toni Molina hat indes eine ganz andere Sicht auf die ersten Wochen entwickelt. Eigentlich, findet er, fange die Saison für den SCK doch erst jetzt richtig an. "Wenn man unser Auftaktprogramm sieht, dann war das bis auf Cronenberg wirklich stramm. Jetzt kommen die Gegner, gegen die wir die für den Klassenerhalt nötigen Punkte holen müssen." Homberg zählt jedoch alles andere als zur Laufkundschaft. Die mit sieben Punkten ordentlich gestarteten und auswärts noch ungeschlagenen Schützlinge von Trainer Stefan Janßen werden (offiziell) zwar als Aufsteiger geführt, doch mit der Rückkehr in die Oberliga hätten die Duisburger nach einem mit dem Abstieg bestraften Katastrophenjahr 2014/15 nur einen Betriebsunfall behoben, sagt Molina, und verweist auf die Historie des VfB: Von 2010 bis 2012 (NRW-Liga) und von 2006 bis 2008 (Oberliga Nordrhein) spielte der Traditionsklub in einer ganz anderen Liga als Kapellen. Und auch in der Verbands- und Niederrheinliga zählte Hombergs stets zu den Spitzenvereinen. Darum steht für Molina fest: "Die steigen nicht ab."

Beeindruckt zeigt sich Kapellens Coach nicht nur von der Arbeit seines Kollegen Stefan Janßen ("Ein guter Mann."), sondern auch von der Offensivpower des Kontrahenten. Angetan hat es ihm vor allem Marcel Kalski, im Vorjahr mit 28 Toren am Wiederaufstieg des VfB beteiligt. In der Vita des 24-Jährigen tauchen Arbeitgeber wie Fortuna Düsseldorf II, SSVg Velbert, MSV Duisburg II und Bayer 04 Leverkusen II (alle Regionalliga West) auf. Molina: "Das ist ein ganz außergewöhnlicher Spieler für diese Liga." Zwei Treffer hat Kalski auch in dieser Saison schon wieder erzielt, wird in der internen Teamwertung aber noch übertroffen von Dennis Wibbe (4), die Nummer zwei der aktuellen Torjägerliste hinter Shunya Hashimoto vom SC Düsseldorf-West (5). Damit hat das Duo einen Treffer mehr auf seinem Konto als das gesamte Personal des SC Kapellen.

Nun ist das so überraschend nicht, immerhin hat der SCK im Vergleich zum Vorjahr in Keisuke Ota (13), Andrej Hildenberg (9), Benny Schütz (7) und Georg Madatzidis (6) gleich vier seiner fünf besten Torschützen verloren. Erfreulich: Nach seiner Lungenoperation arbeitet Andrej Hildenberg mit größtem Eifer am Comeback. "Er macht Riesenfortschritte", hat Molina begeistert festgestellt. Schon morgen in die Startformation zurückkehren könnte Lennart Ingmann. Nach seiner mit der Ampelkarte bestraften Disziplinlosigkeit in Uerdingen hatte der Edeltechniker am Sonntag gegen TuRU Düsseldorf gefehlt. Damit ist die Angelegenheit für seinen Trainer auch erledigt. "Er ist bestraft worden und hat sich darüber hinaus als Sponsor der Mannschaftskasse verdient gemacht - und das nicht zu knapp ..."

Quelle: NGZ
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