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SCK will ersten Auswärtssieg

Lokalsport: SCK will ersten Auswärtssieg
Von den Länderspielen mit Afghanistan zwar sieg- und einsatzlos, aber topfit zurück: Kani Taher (r.) kann morgen wieder das Zentrum beackern. FOTO: a. tinter
Kapellen. Der Kapellener Oberligist ist beim kampfstarken Aufsteiger TV Kalkum-Wittlaer zu Gast. Von Christos Pasvantis

Gut, dass Kani Taher bereits am Mittwochabend wohlauf von seiner Länderspielreise zurückgekehrt ist. Denn die Lauf-, Zweikampf- und Umschaltstärke des afghanischen Nationalspielers könnten im Oberligaduell des SC Kapellen beim TV Kalkum Wittlaer morgen (15.30 Uhr) entscheidend sein.

"Es ist wichtig, dass er wieder dabei ist", sagt Trainer Frank Mitschkowski über seinen Vorzeigearbeiter im zentralen Mittelfeld, der bei den Niederlagen gegen Singapur (0:1) und Syrien (2:5) allerdings nicht zum Einsatz kam. Und obwohl der Coach sich offiziell noch nicht festlegen will ("Wer am Sonntag spielen wird, weiß ich selber noch nicht ganz genau"), wird Taher wohl von Beginn an auflaufen. Zumal Mitschkowski wegen des anhaltenden Verletzungspechs eigentlich keine Alternativen zur Verfügung stehen. "Man hat unter der Woche schon gemerkt, dass der Trainingsbetrieb ruhiger als sonst ablief. Nur 13, 14 Spieler sind für unsere Verhältnisse sehr wenig." Innenverteidiger Marcel Koch biss sich mit Leistenproblemen zwar lange durch die Vorrunde, nachdem die Schmerzen aber eher schlimmer als besser wurden, setzte er schon beim 1:1 in Hiesfeld aus und wird auch morgen fehlen, um die Verletzung vernünftig auszukurieren. Offensivallrounder Benny Schütz, mit sieben Toren bester Schütze im Team, zwingen weiterhin Rückenprobleme zum Zuschauen. Dazu fehlte im Training auch ein bislang gesetztes Trio: Shota Arai, auf der rechten Außenbahn ein solider Arbeiter, plagt sich mit Oberschenkelproblemen herum. Frederik Leufgen, in der Innenverteidigung schnell vom Notnagel zum Unverzichtbaren gereift, lag erkältet flach. Spielmacher Lennart Ingmann, der der Kapellener Offensive seit seiner Ankunft klar seinen Stempel aufdrückt, zwangen hartnäckige Knieprobleme zu einer Pause. Vor allem bei Letzterem bangt Mitschkowski: "Hoffen wir, dass es bis Sonntag reicht. Lennart macht seine Sache trotz seiner erst 19 Jahre sehr gut."

Den Fokus setzt er gegen einen Aufsteiger, der auf seinem verhältnismäßig kleinen Kunstrasenplatz ("Mit einem Abstoß bist du da ja schon fast am Strafraum") erfahrungsgemäß vor allem auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht sein wird, auf das Körperliche: "Kalkum macht es seinen Gegnern schwer. Das ist eine große und stämmige Mannschaft, die über das Kollektiv kommt und besonders bei Standards stark ist." Sorgen macht er sich aber auch ohne den langen Abwehrchef Koch nicht: "Das zu verteidigen, haben wir eigentlich immer gut hinbekommen. Wir müssen da einfach aufmerksam bleiben."

So fuhr der TV auch sechs seiner bislang nur acht Zähler auf heimischem Boden ein, wo gegen den 1. FC Mönchengladbach der bislang einzige Saisonsieg des Tabellenvorletzten erfolgte (1:0). Die bisher erst elf erzielten Treffer sind ebenso wenig ein Indiz für gute Form wie die hohen Niederlagen gegen Rot-Weiß Oberhausen II (0:3) und den ETB Schwarz-Weiß Essen (1:4), die Kalkum zuletzt ereilten. Zahlen, die Mitschkowski allerdings nur am Rande interessieren: "Ich denke, dass es eigentlich egal ist, was der Gegner gemacht hat. Wir sollten lieber auf unsere eigene Leistung schauen als auf die Ergebnisse anderer Mannschaften." So ist er zuversichtlich, dass die zuletzt gute Form gehalten werden kann: "Bei uns ist es momentan nicht wichtig, wer wo spielt. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Kalkum wieder eine engagierte Leistung der Mannschaft sehen werden."

Quelle: NGZ
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