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Lokalsport
Select-Cup wird für Dormagen zum Desaster

Dormagen. Handball-Zweitligist wird nur Vorletzter und verliert Bettin und Noll mit schweren Verletzungen.

So hatte sich der TSV Bayer Dormagen sein Turnier um den Select-Cup ganz bestimmt nicht vorgestellt: Nur ein Sieg und zwei schwere Verletzungen sind drei Wochen vor dem ersten Punktspiel eine ernüchternde Bilanz für den Handball-Zweitligisten.

Vor allem der Ausfall von Maximilian Bettin trifft den Vorjahresaufsteiger hart: Der 20-Jährige, in der vergangenen Saison mit 180/36 Treffern der mit Abstand erfolgreichste Torschütze des TSV, brach sich am Freitagabend bei der 24:27-Niederlage gegen Drittligist HC Elbflorenz den Mittelfinger der rechten Wurfhand, nachdem er im Trikot eines Dresdener Spielern hängengeblieben war. Bettin wird den Dormagenern deshalb zum Saisonstart - das erste Meisterschaftsspiel wird am Freitag, 21. August um 19 Uhr gegen Aufsteiger TuS Ferndorf angepfiffen - wohl ebenso fehlen wie Linksaußen Pascal Noll, der in der gleichen Partie schon frühzeitig mit Verdacht auf Bänderriss im Fuß ausgeschieden war.

Unter diesen Umständen reichte es für den TSV Bayer nur zum vorletzten im Feld der acht Mannschaften. Im gähnend leeren Bayer-Sportcenter setzten sie sich gestern Morgen im Spiel um Platz sieben - Anpfiff war um 10.30 Uhr (!) - mit 28:19 (Halbzeit 16:8) gegen Drittliga-Aufsteiger Longericher SC durch. Nach einem Blitzstart der Gastgeber (6:1, 8.), deren Abwehr deutlich besser im Bilde war als in den voraufgegangenen Partien, war die Partie zur Pause bereits entschieden.

Trainer Jörg Bohrmann nutzte im zweiten Durchgang die Gelegenheit, um verstärkt zu experimentieren. So stellte er den A-Jugendlichen Jan Jagieniak in die Abwehrmitte und schickte nach 45 Minuten in Fredrik Genz einen weiteren A-Jugendlichen für Sven Bartmann - Max Jäger stand während des gesamten Turniers wegen Verletzung nicht zur Verfügung - zwischen die Torpfosten. Jonathan Eisenkrätzer , der am Vortag wegen einer Leistenverletzung pausiert hatte, saß wieder auf der Bank, brauchte aber nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Beste Torschützen in der gestrigen Partie waren Marijan Basic (7) und Sebastian Damm (6), der bis dahin sehr treffsichere Neuzugang Mick Pinnonen erzielte nur einen Treffer.

Der estnische Nationalspieler konnte am Vortag trotz 7/1 Treffern die 24:28-Niederlage des TSV bei Drittligist HSG Krefeld nicht verhindern. Die Partie verlief lange Zeit ausgeglichen - zur Pause stand es 12:12 - ehe sich die Gastgeber, bei denen der Ex-Dormagener David Breuer (10/6) und der aus Korschenbroich nach Krefeld gewechselte Marcel Görden (4) die erfolgreichsten Werfer waren, in der Schlussphase gegen die nur mit zehn Feldspielern angetretenen Dormagener durchsetzen konnten. Die Schützlinge von HSG-Trainer Olaf Mast hatten am Freitagabend in ihrem Auftaktspiel gegen Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen erst nach Siebenmeterwerfen mit 27:29 verloren, nach regulärer Spielzeit stand es 26:26.

(-vk)
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