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Lokalsport
Serientäter streiten heute um Platz zwei

Lokalsport: Serientäter streiten heute um Platz zwei
KC Brüren, hier gegen die Leichlinger Harald Feuchtmann und Hendrik Rachow, kann heute an alter Wirkungsstätte Torschützenkönig der 3. Liga West werden: Er muss dafür "nur" sieben Treffer mehr erzielen als Leichlingens David Kreckler. FOTO: HJZ
Dormagen. 3. Handball-Liga West: Leichlinger TV erwartet heute um 20 Uhr den TSV Bayer Dormagen und eine volle Halle im Verfolgerduell. Von Volker Koch

Preisfrage für Handball-Kenner: Was haben der TSV Bayer Dormagen und der Leichlinger TV gemeinsam? Antwort: Beide spielen in der 3. Handball-Liga West. Und beide verloren dort ihr letztes Spiel gegen den TuS Ferndorf.

Beim TSV Bayer datiert dieses Geschehen auf den 15. Oktober (21:25), danach blieben die Dormagener in zwölf Spielen ungeschlagen und holten daraus 22:2 Punkte. Der Leichlinger TV musste sich am 11. November mit 22:23 in Ferndorf geschlagen geben, hernach holten die Blütenstädter aus acht Partien - die wegen einer Buspanne abgesagte beim ATSV Habenhausen steht noch aus - makellose 16:0 Zähler. Vom TuS Ferndorf (42:0) mal abgesehen, hat kein Klub im Handball-Westen eine solche (Zwischen-)Bilanz wie TSV und LTV.

Mehr Spannung geht eigentlich gar nicht, wenn heute um 20 Uhr Henning Bargmann und Daniel Stein im Leichlinger Ostermann-Forum Am Hammer das Duell der beiden Klubs anpfeifen. Das um so mehr, als nicht bloß das Prestige des besten Klubs aus dem Handball-Kreis Köln auf dem Spiel steht. Sondern gleichzeitig eine Vorentscheidung um Tabellenplatz zwei und die damit verbundene Teilnahme an einer möglichen Aufstiegsrelegation.

Zumindest dann, wenn die Dormagener die Partie nicht verlieren. Bei einem Unentschieden hätten sie weiterhin drei (Minus-) Punkte Vorsprung, bei einem Sieg wären es gar fünf. Setzen die Blütenstädter dagegen ihren Siegeszug heute Abend fort, beträgt der Abstand nur noch einen Zähler - und würde bei einer Dormagener Niederlage in Ferndorf (am 10. März) weiter schrumpfen. Im direkten Vergleich (zählt in der Dritten Liga bei Punktgleichheit) reicht dem LTV angesichts der 24:25-Niederlage aus dem Hinspiel schon ein Sieg mit zwei Toren Differenz, um besser zu sein.

"Wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels", sagt Ulli Kriebel. Dumm nur, dass der Trainer des TSV Bayer Dormagen seinen Schützlinge dies unter der Woche nur eingeschränkt vermitteln konnte, denn der 40-Jährige lag mit einer "sehr starken Erkältung" flach. "Zum Glück ohne Fieber", sagt Kriebel, so dass seinem Einsatz auf der Bank heute Abend voraussichtlich nichts im Wege steht. Und er sagt: "Besser ich als noch mehr Spieler." Schließlich musste er zuletzt in Minden neben dem gerade erst wieder ins Lauftraining eingestiegenen Eloy Morante Maldonado auf die Grippe-kranken Ian Hüter, Alexander Kübler und Sebastian Linnemannstöns verzichten. Die sollen heute Abend wieder dabei sein, dafür schwächelt nun Patrick Hüter. "Der hat sich wohl bei seinem Bruder angesteckt", vermutet Kriebel.

Doch die Rückkehrer stellen willkommene Verstärkungen dar: "Mit ihnen haben wir wieder deutlich mehr Alternativen", sagt der Trainer, "wir konnten in Minden ja überhaupt kein Tempo spielen, weil wir mit nur acht Feldspielern mit unseren Kräften haushalten mussten." Dass die Dormagener trotzdem mit 23:21 bei der zuletzt ähnlich wie Leichlingen erfolgreichen Bundesliga-Reserve (vor dem Spiel 12:4 Punkte in Serie) gewannen, wertet Kriebel als Fingerzeig für die heutige Aufgabe: "Sie haben verstanden, worum und wie es geht."

Das haben sie in Leichlingen auch: "Dormagen wird eine ganz andere Herausforderung als die vergangenen Spiele", sagt Mike Schulz, "aber wir haben gezeigt, zu welchen Leistungen wir fähig sind." Der Rechtsaußen nennt die Zielvorgabe: "Es ist unser Ziel, die Verfolger auf Distanz zu halten und den zweiten Platz noch zu bekommen." Nur Trainer-Manager Frank Lorenzet stapelt gewohnt tief: "Generell war unsere Vorbereitung sehr schlecht." Zumindest David Kreckler, mit 127 Treffern, davon 51 Siebenmetern, Torjäger Nummer eins im Westen, fehlte wegen Grippe. Womit wir bei Gemeinsamkeit Nummer drei angelangt wären.

Quelle: NGZ
 
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