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Galopp
Sieg für Rennstall "Kampftrinker"

Galopp: Sieg für Rennstall "Kampftrinker"
Der von Miguel Lopez gerittene Nuri Bey aus dem Stall "Kampftrinker" auf dem Weg zum Sieg beim Sandbahnfinale auf der Neusser Galopprennbahn. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Neuss. Galopp: Die Besitzergemeinschaft mit dem kuriosen Namen gibt es schon seit Anfang der 1990er Jahre. Von Klaus Göntzsche

Für den aus der Nähe von Budapest angereisten Trainer Gabor Maronka endete der letzte Renntag der deutschen Winter-Saison am Montagabend doch noch versöhnlich. Um 19.01 Uhr war sein Favorit Kalamo vom Start verwiesen worden, weil er trotz aller Tricks der Starthelfer nicht in die Boxe zu bringen war. Exakt um 20 Uhr war das mit dem zweiten Pferd aus Ungarn anders, denn der Wallach Beau Dreamer betrat die Boxe und am Ende hatten die Gäste aus dem traditionsreichen Pferdeland auch noch das nötige Quäntchen Glück, denn im Ziel hatte der 1250 Kilometer weit angereiste Vierbeiner nur einen Vorsprung von einem Hals. Der Trainer gab aber zu: "Eigentlich wollten wir zwei Rennen gewinnen." 3000 Euro Prämie waren der Lohn, aber es ging den Ungarn wohl auch um die Ehre eines Sieges in Neuss.

Groß war die Freude am Finaltag auch bei einer der kuriosesten Besitzergemeinschaften dieser an Merkwürdigkeiten gewiss nicht armen Szene. Die Besitzergemeinschaft mit dem Namen "Stall KT für Kampftrinker" gibt es seit Anfang der 1990er Jahre. Man gründete sich in bester Partystimmung, doch mit den Jahren wurden auch diese vergnügungssüchtigen Herren ruhiger, der Stallname aber blieb erhalten. Für ihren Wallach Nuri Bey war es der zweite Sieg hintereinander und natürlich genehmigten die Herren sich ein frisch gezapftes Alt.

Mit dem Sieg von Märchenprinz aus dem Stall des Trainers Karl Demme aus Köln begann der Renntag. Der früher als Gastwirt in Langenhagen bei Hannover tätige Trainer schaffte mit dem heißen Favoriten Cassilero aus dem Gestüt Erlenhof noch einen zweiten Tageserfolg, für das Pferd war es in Neuss beim vierten Start 2015 der dritte Sieg. Demme: "Das ist schon ein Guter. Eigentlich müsste er auf Gras auch noch Rennen gewinnen."

Für Jockey Filip Minarik war es ebenfalls der zweite Erfolg nach dem Favoriten Gangoom aus dem Stall von Mario Hofer in Krefeld. Treffer Nummer drei war zum Finale mit der Stute Emiglia fällig. Da war es dann 21.28 Uhr und nur noch die Unentwegten und das sehr leidensfähige Team des Rennvereins mit Eva-Maria Amdohr und Erika Krahforst harrten vor Ort aus, als der Wettumsatz auf der Bahn auf minusrekordverdächtige 689 Euro sank. Am Sonntag findet die Saisonpremiere auf dem Düsseldorfer Grafenberg statt. Geschäftsführer Günther Gudert warb in Neuss für seine Veranstaltung.

Quelle: NGZ
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