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Lokalsport
Siegerpokale gehen beide nach Russland

Lokalsport: Siegerpokale gehen beide nach Russland
Die Finalisten, o.v.l.: Elliot Bibi, Sieger Anatoliy Kostenko, Maxime Pianfetti, Mark Stepanov; u.v.l.: Betarice Dalla Vecchia, Siegerin Evgenia Podpaskova, Alina Mikhailova und Maia Chamberlain. FOTO: Heinz J. Zaunbrecher
Vilmos Szabo war voll des Lobes: "Das war für diese Altersgruppe schon sehr hohes Niveau", kommentierte der Bundestrainer der deutschen Säbelfechter die finalen Auseinandersetzungen beim 43. "Preis der Chemiestadt Dormagen". Und auch sein Schützling Benedikt Wagner - der Europameister von 2015 führte als Moderator gemeinsam mit dem Olympiafechten Matyas Szabo gekonnt durch die Finalkämpfe - befand: "Da waren zwei, drei Sachen bei, die muss ich mir für meine nächsten Gefechte merken."

Für das hohe Niveau sorgten vor allem die erfolgsverwöhnten Russen, die zum siebten Mal in den vergangenen zwölf Jahren den Sieger stellten: Anatoliy Kostenko, der auf dem Weg in die Finalrunde unter anderem Lokalmatador Raoul Bonah beiseitegeräumt hatte, präsentierte sich in beiden Gefechten recht souevrän. Dem französischen Vorjahreszweiten Maxime Pianfetti gab er im Halbfinale mit 15:8 das Nachsehen. Und gegen dessen Landsmann Eliott Bibi führte er auch schon mit 12:9 und 14:11.

Doch der kleinste der vier Finalisten packte noch einmal sein Kämpferherz aus, dass er bereits im Halbfinale gezeigt hatte. Da lag er gegen den Russen Mark Stepanov mit 2:8 und 8:13 im Hintertreffen, holte dann Treffer um Treffer bis zum 14:14 auf und setzte auch noch den entscheidenden zum Sieg. Im Finale schien es ähnlich zu laufen: Bibi kam, auch wegen zweier Strafpunkte in Folge gegen Kostenko, bis auf 13:14 an den Russen heran. Doch der blieb cool und freute sich über den Siegerpokal.

Das tat seine Landsfrau Evgenia Podpaskova ebenfalls. Sie hatte im rein russischen Halbfinale gegen Alina Mikhailova ein noch unglaublicheres Comeback gefeiert, als sie aus einem 9:14-Rückstand (!) dank sechs Treffern in Folge einen Sieg machte. Im anderen Gefecht ließ die Italienerin Beatrice Dalla Vecchia gegen Maia Chamberlain (USA) nur wenig Gegenwehr zu, als sie von 5:5 auf 15:6 wegzog. Damit hatte der Schützling von Luigi Tarantino ihr Pulver jedoch verschossen: Trotz intensivem Coaching durch den Olympiazweiten von 2004 (mit der Mannschaft) lief sie im Finale ständig einer Führung von Podpaskova hinterher und musste ihr schließlich zum 15:11-Sieg gratulieren.

(-vk)
 
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