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Lokalsport
Skaterhockey: Chiefs haben den Resetknopf gedrückt

Uedesheim. Nach einem gruseligen Jahr 2015 haben es die Uedesheim Chiefs eilig, nehmen bereits eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart den Spielbetrieb in der Skaterhockey-Bundesliga auf. Am Samstagabend (Anpfiff 17.30 Uhr) sind die Häuptlinge in Donaustauf Gast des Liga-Rückkehrers IHC Atting. Von Dirk Sitterle

Das Ziel für die 14. Spielzeit im deutschen Oberhaus ist bescheiden: "Für uns geht es ausschließlich darum, so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben", sagt Teammanager Peter Lehmann. Die Zurückhaltung ist nur allzu verständlich, denn hinter dem zweimaligen Pokalsieger liegen ganz bittere Monate. "Dass wir die Klasse gehalten haben, ist - abgesehen vom Hamburger SV - eines der größen Wunder des letzten Jahres", stellt SV-Pressesprecher Christian Haas fest und räumt ehrlich ein: "Verdient hatten wir das eigentlich nicht." Peinlichkeiten wie die 5:26-Schlappe beim Deutschen Meister Rockets Essen will das leidgeprüfte Trainergespann Marcel Mörsch und Daniel Benske nicht mehr durchleiden müssen. "Das waren doch die ärmsten Schweine", findet Lehmann: "Wenn du nur vier, fünf - mit ganz viel Glück auch mal sechs - Leute beim Training hast, sind dir die Hände gebunden."

Darum hat der Erstligist den Resetknopf gedrückt. "Wir haben einen Cut gemacht", sagt Lehmann, den der große personelle Aderlass nicht beunruhigt. "Da waren eh viele Karteileichen dabei." Als Erstes gingen die Chiefs ihr Torwartproblem an. Im ehemaligen Nationalspieler René Hippler (32) von den Duisburg Ducks sieht Lehmann die Ideallösung gefunden. "Und zwar sowohl im sportlichen als auch im menschlichen Bereich." Neu in der Mannschaft sind auch Christoph Clemens, Brandon Bernhardt (beide Duisburg Ducks), Roy Lindner (Crash Eagles Kaarst) und André Kammen (Crefelder SC). Der Königstransfer ist für Lehmann indes der Kaarster Max Bleyer (Neusser EV), neben Johannes und Jakob Matzken (beide Ratingen) sowie Sascha Drehmann (NEV) einer von vier Eishockeyspielern im Kader. "Die Stimmung im Team", sagt er, "ist schon mal sensationell."

Quelle: NGZ
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