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Lokalsport
Skaterhockey: Chiefs vor Endspiel, Kaarst will klettern

Rhein-Kreis. Für die Uedesheim Chiefs wird die Situation in der Skaterhockey-Bundesliga von Woche zu Woche bedrohlicher. Will das Ligaschlusslicht den Klassenverbleib nicht schon frühzeitig aus den Augen verlieren, sollte aus den beiden Partien am Wochenende morgen bei den Highlandern Lüdenscheid (18 Uhr) und am Sonntag gegen den IHC Atting (auf 14 Uhr vorverlegt) realistischerweise ein Minimum von vier Punkten herausspringen. Von Christos Pasvantis

Neu-Coach Markus Krawinkel, der für den zurückgetretenen Marcel Mörsch übernommen hatte, weiß um die Bedeutung der bevorstehenden drei Tage: "Wir können die Situation ganz gut einschätzen. Das ist ein vorentscheidendes Wochenende für uns und wir wollen am liebsten beide Spiele gewinnen." Zumal es gegen direkte Konkurrenz gehe: "Jeder Punkt, den wir jetzt liegen lassen, tut uns doppelt weh, weil es beides Gegner sind, die noch nicht außer Reichweite sind."

Nachdem Krawinkel nun zwei Wochen mit der Mannschaft arbeiten konnte, legt er den Fokus auf die Defensive: "Wir sind kein High-Scoring-Team. Und wenn man eben nur sechs, sieben oder acht Tore pro Spiel schafft, muss man dafür sorgen, dass das reicht." Trotz einer traurigen Bilanz von nur drei Siegen aus 14 Spielen dürfen die Chiefs allerdings mit einem guten Gefühl nach Lüdenscheid fahren, legten sie dort durch einen packenden 12:11-Erfolg im Vorjahr doch den Grundstein für den Klassenverbleib in letzter Sekunde. Während man die Kreise von Toptorjäger Jiri Svejda auch beim 12:6-Sieg im Hinspiel gut eindämmen konnte, folgte danach der Einbruch. Kein einziges Spiel gewann Uedesheim seit dem Heimsieg Anfang Mai mehr, Lüdenscheid kletterte mit deutlichen Siegen über Duisburg und Düsseldorf auf Rang neun und liegt aktuell sechs Punkte vor den Chiefs.

Atting liegt drei Zähler besser sogar auf einem Play-off-Rang, hat jedoch einen Makel: Alle 19 Punkte wurden daheim in Bayern eingefahren, auswärts ging der IHC bisher komplett leer aus. "Davon sollten wir uns nicht blenden lassen. Wir dürfen das Spiel auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen", warnt Krahwinkel, dessen Team Stand jetzt fünf Zähler und das deutlich schlechtere Torverhältnis von einem Nichtabstiegsplatz trennen.

Deutlich komfortabler sieht die Lage nach langen Jahren des Leidens mittlerweile bei den Crash Eagles Kaarst aus, die am Wochenende sogar den dritten Tabellenplatz angreifen können. Heute Abend sind die Adler um 20 Uhr bei den HC Köln-West Rheinos zu Gast, die als Tabellenzweiter zu den Mitfavoriten auf die Deutsche Meisterschaft gehören, im Hinspiel in Kaarst beim 7:9 allerdings den Kürzeren zogen. Am Samstag beginnt der IHC Atting seine kleine Tour durch den Rhein-Kreis dann in der Kaarster Stadtparkhalle, wo die Begegnung um 18.15 Uhr beginnt. Trainer Georg Otten macht unmissverständlich klar: "Wir wollen unsere weiße Weste in eigener Halle nicht beschmutzen und die drei Punkte im Rheinland behalten."

Quelle: NGZ
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