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Lokalsport
Skaterhockey: Crash Eagles erzwingen ein drittes Spiel

Kaarst. Genau deshalb gibt es Play-offs: In einem hochdramatischen Rückspiel bei den Highlandern Lüdenscheid erkämpfte sich Skaterhockey-Bundesligist Crash Eagles Kaarst im DM-Viertelfinale mit einem 14:12-Sieg nach Penaltyschießen ein Entscheidungsspiel um den Einzug ins Halbfinale, das am Samstag um 18 Uhr in der heimischen Stadtparkhalle angepfiffen wird. Von Volker Koch

Dort hatten die Kaarster das Hinspiel mit 6:9 verloren - die erste Heimniederlage in einem Pflichtspiel der gesamten Saison. Den Eagles half am Samstag deshalb nur ein Sieg - doch nach zehn Spielminuten sah es so aus, als könnten sich die Gäste alle Halbfinal-Träume abschminken: 4:1 führten die Highlander, für die ihr tschechischer Top-Scorer Jiri Svejda drei sowie Robin Loecke ein Mal getroffen hatten. Eagles Trainer Georg Otten tat das einzig Richtige: Er nahm eine Auszeit, um Ruhe in die wie im Hinspiel übernervösen eigenen Reihen zu bringen. Mit Erfolg: Die Kaarster nahmen das Heft in die Hand und konnten bis zur ersten Drittelpause durch Moritz Otten, der auch vor der Auszeit getroffen hatte, auf 2:4 verkürzen. Erneut Otten, wiederum von Felix Wuschech mustergültig bedient, brachte die Eagles kurze Zeit später auf 3:4 (22.) heran.

Dieser Abstand blieb gleich, denn immer, wenn Lüdenscheid einen Treffer vorlegte - 5:3 durch Marc Polter (23.), 6:4 durch Robin Loecke (30.) - zogen die Kaarster nach: Dominik Boschewski gelang das 4:5 (24.), Thimo Dietrich das 5:6 (31.). Die Vorlage hatte Andre Ehlert gegeben - und dem frisch gekürten Europameister war es vorbehalten, beim 6:6 den ersten Gleichstand der Partie zu erzielen. Und es kam noch besser für die Gäste: Pascal Mackenstein brachte Kaarst mit 7:6 (40.) in Führung, die Jiri Svejda im letzten Drittel ausgleichen konnte.

Die Folge waren zwei mal zehn Minuten Verlängerung, die zunächst ausgeglichen verliefen: Tobias Wolff, Dominik Boschewski und Thimo Dietrich gelang es immer wieder, die Führung der Hausherren auszugleichen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss schien angesichts einer 12:10-Führung der Highlander das Halbfinale jedoch in weite Ferne gerückt. Doch die Lüdenscheider hatten die Rechnung ohne Thimo Dietrich gemacht: Gegen immer müder werdende Highlander gelangen dem Kaarster Torjäger noch zwei Treffer in 155 Sekunden. Es stand 12:12 - die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen. Und in dem trafen Thimo Dietrich und Moritz Otten, während Niclas Stobbe die Lüdenscheider mit vier (von vier) gehaltenen Penaltys zur Verzweiflung brachte.

"Die Mannschaft hat Moral bewiesen. Wir haben auch nach dem 1:4 nicht aufgegeben und wurden dafür belohnt", freute sich Trainer Georg Otten. Auch in den übrigen drei Partien fällt die Entscheidung erst im dritten Spiel.

Quelle: NGZ
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