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Die Ehrenamtler
Sogar ein Umzug in die Stadionhalle stand kurz zur Debatte

Neuss. Stefan Müller, der sich beim Quirinus-Cup unter anderem um Anträge, Genehmigungen und den Fahrdienst kümmert, weiß, wie wichtig ein guter Draht zur Verwaltung der Stadt Neuss ist. Auszusetzen hat er nichts, sogar ganz im Gegenteil: "Ich finde das sehr beachtlich, wie wir von offizieller Seite unterstützt werden." Die Nagelprobe lieferte nun die 34. Auflage: Am Freitag, 12.15 Uhr, also gut fünf Stunden vor dem ersten Anpfiff, erhielt Stefan Müller die ziemlich beunruhigende Nachricht, dass in der Sporthalle an der Bergheimer Straße die für den Abtransport des Schmutzwassers benötigte Hebeanlage defekt sei.

Damit stand das Turnier auf der Kippe, denn die Halle am Humboldt-Gymnasium ist keine gewöhnliche Spielstätte, sondern mit der angeschlossenen Mensa auch Austragungsort der neun Finalspiele am Pfingstsonntag. Klasse fand Müller daher, dass "uns die Stadt sofort einen Umzug in die Stadionhalle in Aussicht gestellt hatte." Dazu kam es dann aber glücklicherweise doch nicht. Gemeistert hätte das Turnier dieses Husarenstück mit seinen rund 200 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern auf jeden Fall.

So wie den (diesmal wohl endgültigen) Abgang von Jochen Kallenberg, der sich seit dem Ausstieg von Manfred Büschgens 1998 um die Spielpläne gekümmert hatte. Diesen angesichts von rund 500 Partien nicht ganz leichten Job übernahmen Jörg und Daniela Klause - und erledigten ihn fachmännisch. So macht man das in Neuss. Doch schon steht die nächste Prüfung an: Die für die Gesamtorganisation zuständige Barbara Albrecht-Müller hat abermals ihren Rückzug angekündigt.

(sit)
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