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Lokalsport
Speedskating-WM: Laura Sopalla fährt zum Edelmetall

Büttgen. Nicht die Erfolgsverwöhnten unter den Speedskatern Düsseldorf im VfR Büttgen kehrten mit einer Medaille von den Marathon-Weltmeisterschaften im Speedskating aus dem chinesischen Nanjing zurück, sondern Laura Sopalla. Und das gleich einen Tag, nachdem sie in der Altersklasse (AK) 35 mit Bronze dekoriert worden war. Denn "für mich als Lehrerin war es gar nicht so einfach, für diesen Trip mal eben frei zu bekommen", sagte die WM-Dritte nach der "unglaublichen Geschichte, hier auf dem Podest zu stehen."

Der "Rest" des Quartetts hängte noch einen China-Urlaub an das kräftezehrende Rennen an. "Wenn wir schon einmal hier sind, wollen wir auch die Gelegenheit nutzen und Land und Leute kennenlernen", sagte Silke Röhr. Vielleicht hilft der Urlaub ihr ja ein wenig über die Enttäuschung hinweg, die sie im Zieleinlauf nach Rang vier in der AK 40 verspürte: "WM-Bronze waren nur 0,2 Sekunden entfernt, da grübelt man schon, was man hätte anders machen können." Zwei Plätze hinter ihr kam Silke Zimmermann ins Ziel und war angesichts ihres Trainingsrückstandes nach langer Verletzungspause damit überaus zufrieden: "Für weiter vorne reicht es halt noch nicht." Andreas Lichtenstein hatte in der AK 50 mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen, denn neben der internationalen Konkurrenz hatte der Veranstalter gleich 50 chinesische Skater ins Rennen geschickt - nicht der einzige ungewöhnliche Begleitumstand dieser WM. Lichtenstein trotzte jedoch allen Widrigkeiten und fuhr auf dem acht Mal zu umrundenden Stadtkurs auf den sechsten Platz. "Drei DM-Titel in einem Jahr, dazu Vize-Europameister und jetzt WM-Sechster - das ist besser als jeder Traum", lautete sein Kommentar.

(-vk)
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